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Hambühren SoVD wundert sich über Kita-Pläne
Celler Land Hambühren SoVD wundert sich über Kita-Pläne
14:52 31.01.2019
Von Simon Ziegler
Hambühren

Der Vorschlag des Rathauses, möglicherweise auf dem Gelände des Spielplatzes Eichkamp in Hambühren II eine neue Kindertagesstätte zu bauen, stößt beim Hambührener Sozialverband SoVD auf Unverständnis. "Ich bin sehr verwundert", sagte die Vorsitzende Waltraut Siewerin. "Es gibt einen Beschluss des Gemeinderates, dass der Spielplatz dort erhalten bleibt", sagte sie.

Immer mehr Betreuungsbedarf

Im Gespräch mit der Celleschen Zeitung hatten Bürgermeister Thomas Herbst und Verwaltungsvize Niels Jürgensen über den möglichen Neubau einer Kindertagesstätte gesprochen. Hintergrund ist, dass die Kitas "Haus der Familie" und "Hummelnest" schon wieder ihre Kapazitätsgrenzen erreichen, obwohl sie erst modernisiert und erweitert wurden. Klar ist, dass der Betreuungsbedarf der Eltern für ihre Kinder zunehmend größer wird. Die Zahl der Krippenkinder steigt seit Jahren. Dazu kommt die Beitragsfreiheit im Kindergartenbereich, was vor allem dazu führt, dass für immer mehr Kinder die Ganztagsbetreuung in Anspruch genommen wird. In Hambühren hat das zur Folge, dass dieses Jahr ein Container aufgestellt werden muss – entweder an der Mittelstraße oder an der Kita in Oldau.

Container wird aufgestellt

Doch auf Dauer ist ein Container natürlich keine Lösung. Folgerichtig macht sich die Verwaltungsspitze Gedanken darüber, wie es in der Kinderbetreuung langfristig weitergehen soll. Im Prinzip gibt es zwei Möglichkeiten: Anbau an einer bestehenden Einrichtung oder Neubau eines Kindergartens. Eine Tendenz gibt es laut Herbst noch nicht. "Wir wollen zunächst die Kita-Anmeldezahlen abwarten", sagt er. Die Daten sollen im Februar vorliegen. Erst danach kann das Thema politisch beraten werden. "Ob es in meiner Amtszeit noch zu einer Entscheidung kommt, kann ich nicht sagen", so Herbst. Seine Amtszeit als Bürgermeister endet am 31. Oktober. Ob auf dem Spielplatz Eichkamp ein Kindergarten gebaut wird, ist also – Stand heute – noch nicht mehr als ein Gedankenspiel im Rathaus.

Ratsbeschluss: Spielplatz bleibt

Es sei richtig, dass es einen Ratsbeschluss gebe, den Spielplatz zu erhalten, betont Herbst. Vorausgegangen war eine Unterschriftenaktion des SoVD. Doch einen solchen Beschluss könne man mit einer politischen Mehrheit auch wieder aufheben. Zum anderen seien Spielplatz und Kindergarten kein Widerspruch, sagt der Verwaltungschef. Möglicherweise könnte man beides auf dem Areal unterbringen. Ein Neubau auf dem gemeindeeigenen Spielplatz hätte den Charme, dass die Kommune kein Grundstück kaufen müsste. Das gilt allerdings auch für eine mögliche Erweiterung der bestehenden Kitas.

SoVD-Chefin Siewerin kann sich einen Kindergarten am Eichkamp nicht so recht vorstellen, wie sie sagt: "Die Straße wäre aus meiner Sicht für die An- und Abfahrt der Eltern zu klein." Das Argument dürfte in die Beratung mit einfließen.

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