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Hambühren Feuerwehr rettet mehrere Personen
Celler Land Hambühren Feuerwehr rettet mehrere Personen
09:57 27.02.2019
Von Christoph Zimmer
Brand am Immenweg in Hambühren Quelle: Feuerwehr Hambühren
Celle

Die Freiwillige Feuerwehr Hambühren hat am späten Dienstagabend mehrere Personen aus einer stark verrauchten Wohnung am Immenweg gerettet. Nachdem in einem Mehrfamilienhaus ein Feuer ausgebrochen war, wurde die Ortsfeuerwehr um 22.30 Uhr alarmiert. "In der Einsatzalarmierung wurde bereits gemeldet, dass sich noch mehrere Personen im Gebäude befinden", teilte die Feuerwehr in einer Pressemitteilung mit. Von der Leitstelle sei daher direkt ein vordefiniertes Kontingent an Feuerwehrkräften alarmiert worden, heißt es weiter.

Die meisten Anwohner retteten sich selbst

Vor Ort stellte sich die Lage für die Einsatzkräfte wie folgt dar. In einer Wohnung im zweiten Obergeschoss drang Qualm aus den Fenstern. Der Treppenflur des Gebäudes war bereits stark verraucht. Die meisten Anwohner hatten bereits beim Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte das Haus verlassen.

Sofa steht in Flammen

Ein vorgehender Trupp unter Atemschutz konnte dann eine Person aus der verqualmten Wohnung retten. Diese Person wurde mit Brandverletzungen und Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung an den
Rettungsdienst übergeben. In der Wohnung konnte der Brandherd schnell lokalisiert werden. Es brannte
ein Sofa, welches gelöscht und dann aus der Wohnung gebracht wurde. Wie die Polizei am Mittwochmorgen mitteilte, warfen Mitglieder der Feuerwehr das Sofa kurzerhand über den Balkon auf den Rasen.

Anwohner in Sicherheit gebracht

Anwohner aus den umliegenden Wohnungen konnten nach Entrauchung des Treppenflures ebenfalls in Sicherheit gebracht werden. Der gesamte Brandrauch im Flur und Gebäude wurde anschließend durch die Feuerwehr mit Hilfe eines Überdruckbelüfters beseitigt. Die umliegenden Anwohner konnten nach zirka einer Stunde wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

Wohnung des Beschuldigten nicht bewohnbar

Durch die Hitzeentwicklung ist eine Fensterscheibe gesprungen, brandbedingter Gebäudeschaden war laut Polizei zunächst nicht festzustellen. Die Wohnung des Beschuldigten ist vorerst nicht bewohnbar.

Natürliche Brandursache auszuschließen

Vorbehaltlich der abschließenden Brandursachenermittlungen ist eine natürliche Brandursache auszuschließen. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Brandstiftung. Dem 18-jährigen Bewohner der brandbetroffenen Wohnung wurde eine Blutprobe entnommen, da der Verdacht besteht, dass er unter Alkoholeinfluss stand.

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