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Bröckel Eschensterben im Harsebruch bei Bröckel
Celler Land Samtgemeinde Flotwedel Bröckel

Eschen bei Bröckel gestorben - jetzt werden Eichen gepflanzt

14:26 15.10.2020
Von Andreas Babel
Ein Bagger mit Fällgreifer auf einem Kettenlaufwerk übernimmt die Holzerntearbeiten. Vorteile: Arbeitssicherheit und Bodenschonung Quelle: Niedersächsische Landesforsten
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Bröckel

Im Harsebruch, einem kleinem südwestlich von Müden (Aller) gelegenem Wald nahe der Celler Kreisgrenze, finden zurzeit Holzerntearbeiten statt. Vor allem Laubwälder, bestehend aus Esche, Eiche und Hainbuche, dominieren diesen zu den Niedersächsischen Landesforsten gehörenden Revierteil. Große Bereiche sind seit einigen Jahren vom Eschentriebsterben betroffen. Das durch einen Pilz, das Weiße Stengelbecherchen, ausgelöste Eschentriebsterben führt zum Absterben junger und alter Eschen. Selbst große, kürzlich noch vital erscheinende Bäume, fallen dem Pilz zum Opfer, sterben langsam ab und brechen zusammen.

Sicherheit im Wald muss gewährleistet sein

Das Forstamt Unterlüß führt hier bereits seit einigen Jahren Pflege- und Verkehrssicherungsmaßnahmen durch. Arne Sengpiel, Leiter des Forstamtes Unterlüß erklärt: „In diesem Jahr müssen wir die forstlichen Maßnahmen vor allem mit Blick auf die absterbenden Eschen fortsetzen. Unser vorrangiges Ziel ist es, die Verkehrssicherheit für Waldbesucher auf den Wegen und für den Straßenverkehr zu gewährleisten. Aber auch die Begehbarkeit der Flächen müssen wir aus Arbeitsschutzgründen im Blick haben, denn unsere Mitarbeiter dürfen nicht durch zusammenbrechende Bäume bei nachfolgenden Pflanz- und Pflegearbeiten unter den abgestorbenen Eschen zu Schaden kommen. Das noch nicht vom Pilz entwertete Holz soll bestmöglich genutzt und verkauft werden. Eschenholz ist beliebt als Möbelholz, wird aber auch für Werkzeugstiele und Gartengeräte verwendet. Natürlich werden nicht alle abgestorbenen oder absterbenden Bäume geräumt, wir belassen für den Natur- und Artenschutz viel Totholz auf den Flächen“.

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Bagger mit Teleskoparm "erntet" Holz

Aus Sicherheitsgründen werden die Arbeiten mit einer Spezialmaschine durchgeführt, einem Bagger mit einem am Teleskoparm montierten Fällgreifer, wodurch keine Forstwirte die Fläche betreten müssen, wo sie durch abbrechende Äste oder Kronenteile extrem gefährdet wären. Die Maschine fährt auf einem bodenschonenden Raupenlaufwerk mit breiten Ketten.

Arbeiten dauern noch bis Ende Oktober

„Die Arbeiten werden etwa noch zwei Wochen in Anspruch nehmen. Zum Abschluss werden wir entlang der Kreisstraße 42 zwischen Hünenberg und Päse Verkehrssicherungsmaßnahmen durchführen müssen“, so Florian Roffka, Leiter der zuständigen Revierförsterei Ringelah.

Eichen werden Eschen ersetzen

Im Anschluss werden im Harsebruch auf etwa 1,5 Hektar Fläche neue, ans veränderte Klima angepasste Eichenkulturen angelegt. Gepflanzt werden mehrere tausend Bäume, nach 200 Jahren sind durch stetige Pflege und Regulierung durch einige Förstergenerationen davon nur noch etwa 150 Starkeichen übrig.

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