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Bröckel Frühjahrsaussaat startet spät im Celler Land
Celler Land Samtgemeinde Flotwedel Bröckel Frühjahrsaussaat startet spät im Celler Land
15:59 28.03.2018
Von Michael Ottinger
Quelle: Oliver Knoblich
Bröckel

BRÖCKEL. Der Boden ist locker. Die Sonne strahlt vom Himmel. Nur ein paar lockere Wolken, die an Schafherden erinnern, ziehen vorüber. Landwirt Hans-Hinrich Berkhan aus Bröckel lässt den Blick über sein Feld schweifen. In der Ferne sieht der 56-Jährige seinen Sohn, Marten Berkhan. Er fährt mit einem Traktor über den 25 Hektar großen Acker. Die Frühjahrsaussaat hat begonnen – zwei Wochen später als sonst. Nasse Böden und Frost haben für die Verzögerung gesorgt.

Doch nun sind die Bedingungen auf dem Acker der Berkhans ideal. Und so sitzen vier Arbeiter auf einer Pflanzmaschine, und bringen vorgekeimte Kartoffeln in die Erde.

Der Betrieb der Berkhans ist im Raum Celle einer der ersten, die mit dem Pflanzen von Kartoffeln anfangen. Der Grund dafür ist die Nähe zum Gebiet Uetze/Burgdorf. „Das sind in Norddeutschland immer die Ersten“, erklärt Berkhan. Denn dort schaffen der trockene Boden und das warme Klima gute Bedingungen für den Kartoffelanbau.

Bei anderen Landwirten steht zumeist Getreide an erster Stelle, so wie bei Kreislandwirt Jürgen Mente: „Viele Bauern werden jetzt wohl mehr Braugerste säen, weil das Wintergetreide wegen der nassen Witterung nicht in die Erde zu bekommen war.“ Der ein oder andere Celler Landwirt wird dazu wohl auch Saatgut aus Osteuropa nutzen, da hiesiges knapp geworden sei.

„Manche Felder sind regelrecht abgesoffen“, sagt Mente. Besonders der regenreiche November hat vielen Landwirten zu schaffen gemacht. Da auch das neue Jahr starke Niederschläge mit sich brachte, gilt für viele Celler Bauern die Devise: abwarten. „Die Natur ist diesmal etwas spät dran. Und so kommt jetzt alles etwas später“, beschreibt Berkhan gelassen die Situation.

Er will sich davon nicht aus der Ruhe bringen lassen. „Wir müssen jetzt einfach ein bisschen schneller sein." Während er das sagt, fahren sein Sohn und die Arbeiter weiter übers Feld. Etwa viereinhalb Hektar bepflanzen sie mit Kartoffeln pro Tag. Doch auch bei den Berkhans müssen noch manche Felder wegen nasser Böden unbestellt bleiben.

Nach Frühkartoffeln und Getreide folgen bei den Celler Landwirten die Zuckerrüben und Ende April – zum Schluss der Frühjahrsaussaat – der Mais. Außerdem wird aus so manchem kahlen Acker ein buntes Blütenfeld. Denn bei vielen Landwirten ist eine Entwicklung zu beobachten: Immer mehr Blühmischungen kommen auf die Flächen. „2011 waren es in Celle etwa 70 bis 80 Hektar. Vergangenes Jahr waren es 550 Hektar“, erklärt Mente. Auch auf den Feldern der Berkhans sollen Blühmischungen zum Einsatz kommen. Etwa fünf Hektar wollen sie damit bepflanzen.

Ob sich die aktuelle Verzögerung bei der Aussaat auch auf den Geldbeutel der Landwirte niederschlägt, bleibt abzuwarten. „Das hängt vom weiteren Wetter ab“, erklärt Berkhan. Wenn die Bedingungen gut bleiben, wird sich der verspätete Start womöglich gar nicht auswirken. „Das wird die Ernte zeigen“, so der Bröckeler Landwirt. Bis dahin haben die Bauern noch viel Arbeit vor sich. Die Frühjahrsaussaat hat ja gerade erst begonnen.

„Time's Ticking“ – die Zeit tickt – für die Singer-Songwriterin Sue Sheehan ist das offensichtlich keine bedrohliche Feststellung, sondern eine Wahrheit, der man sich besser stellt. Deshalb scheint es ihr angesagt, das Beste aus ihrer Zeit zu machen. Die Sängerin mit amerikanischen Wurzeln ist jetzt "ganz da, wo sie sein will", hat mit drei Freunden eine eigene, neue Band gegründet und ihre erste gemeinsame CD aufgenommen.

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