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Bröckel Zu lange zu trocken: Das Getreide im Celler Land muss runter vom Feld
Celler Land Samtgemeinde Flotwedel Bröckel Zu lange zu trocken: Das Getreide im Celler Land muss runter vom Feld
18:36 29.06.2018
Von Carsten Richter
Quelle: David Borghoff
Bröckel

BRÖCKEL.

Etwa zwei Wochen früher als sonst haben Berkhan, sein Geschäftspartner Johann-Heinrich Kesselhut und ihre Mitarbeiter in diesem Jahr mit der Ernte begonnen. Glücklicherweise kann die Firma größere Einbußen durch starke Beregnung verhindern. Dennoch rechnet Berkhan mit 20 Prozent weniger Wintergerste, bei der Sommergerste mit einem Minus von 25 Prozent.

Noch härter hat es kleinere Betriebe erwischt. Für sie sei der Zeit- und Kostenaufwand für die Beregnung häufig zu hoch, sagt Kreislandwirt Jürgen Mente. Wer nicht beregnet habe, müsse mit 50 Prozent weniger Erträgen rechnen. „Eine unerfreuliche Situation“, so Mente. „Wir haben zurzeit eine Wetterlage, die nicht oft vorkommt.“ Im Hinblick auf den Klimawandel könnte es aber künftig vermehrt lange Trockenphasen geben. „Diese Zeiten müssen wir überbrücken. Wir achten bereits darauf, dass effizient und kostendeckend beregnet wird.“

Ohne zusätzliche Bewässerung kommt auch Berkhan nicht aus. „Das gehört zwar zum Geschäft. Aber diesmal haben wir den ganzen Mai beregnet, das haben wir so noch nicht gehabt.“ Durch die lange Trockenheit leidet auch die Qualität der Körner. Sie fielen kleiner aus, sagt Berkhan – das erschwere den Absatz.

Im Gegensatz zu anderen Regionen, wo zur Beregnung Tiefbohrungen erforderlich sind, um ans Grundwasser zu gelangen, steht das Celler Land noch recht gut da. Dennoch werde es auch hier zu Veränderungen in der Landwirtschaft kommen, meint Berkhan. „Das hat bislang immer geklappt“, bleibt er zuversichtlich. „Wir brauchen nur Ideen.“

„Einen Abend voller Überraschungen“ kündigte Cristin Claas am Samstag beim Konzert im Rahmen der FlotArt in der Marienkirche in Bröckel an. Und das war nicht zu viel versprochen. Schon mit dem Entrée „Sing Out Loud“ – erst ein malerisches Gitarrenintro (Stephan Bormann), dann das E-Piano dazu (Christoph Reuter) und schließlich die tatsächlich bezaubernde Stimme der Frontfrau – knüpfte die Band ein Band zu den dichtgedrängten Zuschauern in den Bänken. Die herzlichen Begrüßungsworte und der nächste Song auf „Claasisch“, ihrer höchstpersönlich erschaffenen lautmalerischen „Sprache“, stärkten diese Verwebung.

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