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Eicklingen 50 Jahre Gemeinde Eicklingen: Aus Rivalität wird Zusammenhalt
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18:00 29.06.2018
Von Carsten Richter
Blick in die Eicklinger Geschichte: Hartmut Gebhardt, Bürgermeister Jörn Schepelmann und Erhard Köneke (von links) mit der Broschüre des Heimatvereins. Quelle: David Borghoff
Eicklingen

Gebhardt weiß wie kaum ein Zweiter über die jüngere Geschichte Eicklingens Bescheid. Als erster Gemeindedirektor hat er den Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Groß Eicklingen, Klein Eicklingen und Sandlingen und die Anfänge der neuen Einheitsgemeinde unmittelbar miterlebt. Das erste verbindende Element der drei Dörfer, erinnert sich der 78-Jährige, sei die neue Mittelpunktschule gewesen.

Trotzdem geschah die Fusion nicht ganz freiwillig. "Allein waren die drei Gemeinden nicht fähig, die Zukunftsaufgaben zu bewältigen", sagt Gebhardt. Im Alter von 28 Jahren hat er damals den Chefposten in der Verwaltung übernommen. "Erstmal musste ich die erste Hauptsatzung der Gemeinde auf den Weg bringen. Der Landkreis hätte beinahe einen Herzinfarkt bekommen, weil die Satzung zunächst nicht miteinander abgestimmt war", so Gebhardt.

Eines der ersten Infrastrukturprojekte war der Bau der Dorfstraße, die heute Groß und Klein Eicklingen verbindet. Außerdem wurde 1970 der Mühlenweg ausgebaut. Straßenbeleuchtung gab es zwar damals schon, allerdings nur an einer Ecke. "Anfangs wurde gemosert, die Erweiterung der Beleuchtung sei zu teuer", erinnert sich Gebhardt.

Ob Strukturwandel in der Landwirtschaft, Trinkwasserversorgung oder Energiewende: In 50 Jahren hat sich viel getan. Deshalb hat der Heimatverein "Altes Amt Eicklingen" nach mühevoller Arbeit eine Broschüre herausgegeben, in der die Geschichte der Gemeinde in Bildern und Texten erzählt wird. Sie wird am Sonntag bei der Feier vorgestellt. Keine Frage, dass es am Sonntag voll werden wird auf dem Deauvilleplatz. "Die Eicklinger werden kommen", ist der Vereinsvorsitzende Erhard Köneke überzeugt. "Das ist wie beim Schützenfest", sagt der 71-Jährige – auch das ist schließlich Teil einer 50-jährigen Erfolgsgeschichte.

Was Menschen alles auf die Beine stellen können, wenn sie zusammenarbeiten, ist beeindruckend: Das hat die Familie um den an aplastischer Anämie erkrankten Luigi Böse in den vergangenen Wochen erfahren.

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Der nächste Schritt ist getan: Der Gemeinderat Eicklingen hat am Dienstagabend grünes Licht gegeben für den Bau eines Dienstleistungszentrums im Norden des Ortes. Einstimmig haben die Ratsmitglieder sowohl die dafür notwendige Änderung des Flächennutzungsplans als auch den Kauf des ehemaligen Edeka-Marktes durch die Gemeinde beschlossen.

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Die Pläne für ein Dienstleistungszentrum im Norden Eicklingens nehmen immer mehr Gestalt an. Der Ankauf des ehemaligen Sparkassen-Gebäudes im kleinen Einkaufszentrum am Mühlenweg stand am Dienstagabend auch auf der Tagesordnung des Gemeinderates – im Vorfeld war von einer breiten Zustimmung ausgegangen worden. Vergangene Woche hatten bereits der Ausschuss für Dorfentwicklung sowie der Verwaltungsausschuss den Weg frei gemacht für die Wiederbelebung des Standorts, der seit dem Umzug des Edeka-Marktes größtenteils leer steht.

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