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Eicklingen Flotwedel ist auf den Winter vorbereitet
Celler Land Samtgemeinde Flotwedel Eicklingen Flotwedel ist auf den Winter vorbereitet
16:19 19.07.2011
45 Tonnen fasst das Salzsilo am Bauhof der Samtgemeinde Flotwedel in EIcklingen. Quelle: Fremdfotos / Texte Eingesandt
Eicklingen

Die Engpässe bei der Salzversorgung in den beiden vergangenen strengen Wintern sollen dann Geschichte sein. Mit einem eigenen Silo auf dem Gelände des Samtgemeinde-Bauhofs in Eicklingen soll die Streusalzversorgung auch bei wochenlangem Frost mit vereisten Straßen und Fußwegen sichergestellt sein.

Mitte Dezember vergangenen Jahres war der Bauhof von der bis dahin gut funktionierenden Salzversorgung wegen der akuten Knappheit des Streuguts abgeschnitten worden. Die Landesstraßenmeisterei hatte die Entnahme aus dem Silo an der B 214 bei Bröckel gestoppt, um selber ihrer Streupflicht auf den Bundes- und Landesstraßen nachkommen zu können.

Jahrelang hatte das freiwillige Angebot der Straßenmeisterei bestens funktioniert, die den Kommunen das entnommene Streugut in Rechnung stellte. Schuld war der anhaltende Winter. Zur Erinnerung: Bundesweit war im Dezember 2010 die Versorgung mit Streusalz wegen des frühen Wintereinbruchs mit anhaltenden Schneefällen und Frost zum Erliegen gekommen. Glatte Straßen hatten zudem die Auslieferung der Salzvorräte erschwert, die Kosten für das gefragte Gut waren in die Höhe geschnellt.

Engpässe hatte es bereits im Winter zuvor mit der Streugutversorgung im Flotwedel gegeben. Die Samtgemeinde hatte daraufhin an mehreren Stellen in den Mitgliedsgemeinde Sand zu Selbstbedienung der Einwohner zur Verfügung gestellt. Dass die Lage im folgenden Winter noch dramatischer würde, damit hatte niemand gerechnet

Im Juni hatte der Umwelt-, Bau- und Wegeausschuss der Samtgemeinde grünes Licht für die Anschaffung eines eigenen Silos für Streusalz gegeben. Das steht inzwischen auf einem speziell befestigten Platz am Samtgemeindebauhof in Eicklingen. In den acht Meter hohen weißen Turm passen 45 Tonnen Salz, zurzeit verfügt der Bauhof über einen Salzvorrat von insgesamt 55 Tonnen.

In den vergangenen Wintern wurden in der Samtgemeinde durchschnittlich 70 Tonnen Streusalz verbraucht, so dass die Kommune jetzt recht gut auf den nächsten Winter eingestellt ist. Eingelagert werden kann Salz, das bei einer Bestellung im Frühjahr zu günstigeren Konditionen bezogen wird, als wenn die weiße Pracht schon da ist. „Der Rest kann kurzfristig nachbestellt werden“, sagt Hartmut Pelzer als technischer Angestellter im Rathaus in Wienhausen. Rund 11.000 Euro hat sich die Samtgemeinde den eigenen Salzbehälter kosten lassen.

Von Joachim Gries