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Langlingen Nienhofer laden Glasfaser-Anbieter ein
Celler Land Samtgemeinde Flotwedel Langlingen Nienhofer laden Glasfaser-Anbieter ein
06:30 25.09.2019
Von Carsten Richter
Nienhof ist ein Sonderfall in der Gemeinde Langlingen: Bislang war der Ort bei Glasfaser immer leer ausgegangen.  Quelle: Carsten Richter
Nienhof

Die Einwohner von Nienhof lassen nicht locker. Seit rund anderthalb Jahren versucht die Interessengemeinschaft Glasfaserkabel Nienhof, einen Breitbandanschluss und damit schnelles Internet in den kleinen Ort zu bekommen. Bereits vor einem Jahr war die Situation schwierig. "Es ist völlig offen, wie es weitergeht. Wir befürchten nur, dass wir wieder leer ausgehen", sagt Herbert Lemmer von der Interessengemeinschaft (IG) im Gespräch mit der CZ.

Infoveranstaltung einberufen

Am Montag haben sich die Interessenten im Gasthaus Duda zu einer Besprechung getroffen. Tenor: Sie wollen von den potenziellen Anbietern FNOH und SVO Antworten auf drängende Fragen. Wer stellt das Glasfaserkabel bereit? Und: In welchem Zeitraum werden die Anschlüsse gelegt? Um mehr Klarheit einerseits über die Angebote und andererseits über die Einstellung der Nienhofer zu Glasfaser-Internet zu bekommen, soll als nächster Schritt in den kommenden Wochen eine Infoveranstaltung stattfinden, zu der SVO und FNOH eingeladen werden.

Andere Orte sind Selbstläufer

In der vergangenen Woche hatten die beiden Unternehmen und der Landkreis Celle vor rund 120 Bürgern über die Möglichkeit eines Glasfaseranschlusses für die gesamte Gemeinde Langlingen informiert. Während Hohnebostel oder Wiedenrode für die FNOH "Selbstläufer" in Sachen Breitbandausbau werden dürften, ist die Entwicklung in Langlingen fraglich.

Karsten Hasselmann, Heike Vandrey, Susanne Duda und Herbert Lemmer (von links) von der Interessengemeinschaft Glasfaserkabel Nienhof setzen sich für schnelles Internet im Ort ein.  Quelle: Carsten Richter (Archiv)

Vertrackte Situation in Nienhof

Nienhof wiederum ist ein Sonderfall. Dort war die Situation bislang vertrackt. Die FNOH hatte schon 2018 dem Landkreis mitgeteilt, dass alle Haushalte mit mindestens 30 Mbit pro Sekunde versorgt würden – deshalb fällt der Ort aus dem Förderprogramm heraus. Fakt ist aber nach Angaben der IG: "Niemand hatte 30 Mbit. Das ist eine glatte Lüge", so Lemmer.

Nun zwei Interessenten

Bis vor einem halben Jahr stand somit kein Anbieter für den Ort bereit. "Nienhof war immer unrentabel. Nun aber haben wir das Glück, dass sich zwei Anbieter interessieren. Das sollten wir nutzen", sagt Langlingens Bürgermeister Ernst-Ingolf Angermann.

Örtlicher Tiefbauer stünde bereit

Sogar ein örtlicher Tiefbauer, der die Leitungen verlegt, stünde bereit. "Hier besteht aber noch Klärungsbedarf", betont Lemmer. Nun muss "nur noch" der passende Anbieter gefunden werden.

Kooperationsmodell wie in Eicklingen?

Dabei schielt man in Nienhof auch nach Eicklingen. In der Gemeinde werben SVO und FNOH gemeinsam für ein Glasfasernetz – ein Modell, das auch den Nienhofern schmecken würde. "Die Tür ist jetzt aufgestoßen. Es läuft auf Kooperation oder Kampfabstimmung hinaus", so Lemmers Fazit.

Nun liegt es an den Langlingern, ob der Ort mit Glasfaser versorgt wird. Das Interesse an einer Informationsveranstaltung am Dienstag war groß.

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