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Langlingen Landlust und Stadtfrust?
Celler Land Samtgemeinde Flotwedel Langlingen Landlust und Stadtfrust?
17:59 06.09.2018
Von Carsten Richter
Hans-Hermann Kerl, Gemeindeschwester Daniela Feilbach, Christine Schirrmacher, Antje Seelemeyer und Ernst-Ingolf Angermann (von links) kamen im Aller-Haus mit Bürgern ins Gespräch. Quelle: Carsten Richter
Langlingen

Schon der Ort der Podiumsdiskussion hatte Symbolcharakter. Das Aller-Haus in Langlingen hat sich längst zu einer fest etablierten Begegnungsstätte in der Dorfmitte entwickelt – es steht für das Miteinander auf dem Land. Nahezu jeden Tag sind die Räumlichkeiten an der Kirchstraße für Veranstaltungen belegt: egal ob für einen Sprach- oder Tanzkursus oder für die Zusammenkunft von Vereinen. Oder für Diskussionsveranstaltungen zur Zukunft auf dem Land. Unter dem Motto „Stadt-Land-Schluss?“ wurde am Dienstagabend darüber debattiert, wo es sich besser leben lässt: in der Stadt oder auf dem Land? Moderiert hat den Abend von der Diakoniepastorin Antje Seelemeyer, bei der Organisation geholfen hat Pastorin Christine Schirrmacher.

„Auf dem Land zu wohnen, bedeutet für mich Lebensqualität“, sagte Langlingens Bürgermeister Ernst-Ingolf Angermann. Damit sprach er aus, was viele der rund 25 Zuhörer ebenfalls am Landleben schätzen: Ruhe in der Natur und die gute Nachbarschaft. „Ins Aller-Haus kann jeder kommen, ohne Mitglied in einem Verein zu sein. Mit Hilfe vieler Menschen haben wir hier viel aufgebaut“, sagte Hans-Hermann Kerl vom Vorstand des Fördervereins „Langlinger Dorfleben“, der die Veranstaltungen im Aller-Haus koordiniert.

Die dörfliche Gemeinschaft möchte niemand der Zuschauer missen. Dennoch kamen auch die Probleme zur Sprache, als es darum ging, die Vorzüge und Nachteile des Dorflebens zu benennen. Am häufigsten genannt wurden die mangelhafte ärztliche Versorgung und der ausbaufähige öffentliche Nahverkehr. „So schade es ist, aber es ist höchst unwahrscheinlich, dass wir in Langlingen wieder einen Arzt bekommen“, sagte Angermann. „Alle sagen, das sei unwirtschaftlich.“ Außerdem würde ein Arzt allein zur medizinischen Versorgung im Ort nicht reichen. Die Forderungen der Landesregierung nach mehr Studienplätzen sei ein Schritt in die richtige Richtung, so Angermann. Den Numerus Clausus nach oben zu schrauben, um mehr potenzielle Landärzte zu gewinnen, wurde zudem vom Publikum als notwendig erachtet.

Geteilte Meinungen gab es zum Thema Nahverkehr: Das Angebot des Bürgerbus Flotwedel sei sehr positiv. Besser aber wäre, das Cebus-Netz auch auf die östliche Randlage des Landkreises auszudehnen. „Es wird sich auf der Bereitschaft der Ehrenamtlichen ausgeruht. Nach dem Motto 'Die werden das schon machen'“, so eine Zuhörerin.

Immer weniger Serviceleistungen, der Ausbau von Radwegen oder die Forderungen nach mehr Mietwohnungen lagen dem Publikum ebenfalls am Herzen. Trotz einiger Defizite gab es kaum jemanden, der woanders als in Langlingen wohnen möchte. Schließlich liegen die Vorteile des Landlebens für sie auf der Hand. Immer nur über das meckern, was es hier nicht gibt – auch das kann schließlich störend sein, hieß es aus dem Publikum.

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