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Langlingen Nach dem Brand: Frank Heyda beginnt von vorn
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17:38 29.01.2019
Von Carsten Richter
Der Schock ist der Erleichterung gewichen: Frank Heyda hat im Wochenendhausgebiet in Nordburg eine neue Unterkunft gefunden. Quelle: Oliver Knoblich
Nordburg

Frank Heyda hat sich verändert. Er sieht entspannt und erleichtert aus. Ganz anders als noch vor ein paar Wochen. Da saß ihm der Schock noch tief in den Knochen. Der 57-Jährige musste noch einmal ganz von vorne anfangen. Bei einem Feuer Mitte Dezember war seine Dachgeschosswohnung in Langlingen ausgebrannt und unbewohnbar geworden. Von einem Tag auf den anderen stand er vor dem Nichts.

Innerhalb von vier Tagen alles eingerichtet

Ortswechsel: das Wochenendhausgebiet in Nordburg. Hier hat Heyda eine neue Wohnung gefunden. Locker sitzt er auf dem Sofa, das er wie auch die anderen Einrichtungsgegenstände in einem sozialen Kaufhaus erworben hat. Ende vergangener Woche ist er in die Erdgeschosswohnung eingezogen. "Innerhalb von vier Tagen hatte ich alles eingerichtet", erzählt er.

Mit Folgen des Brands überlastet

Heyda hat Glück gehabt. "Ich habe früher das Haus hier gestrichen", sagt er, der von Beruf Maler ist. Heyda wusste, dass die Wohnung leerstand. Zwar ist diese nur etwa halb so groß wie die frühere in Langlingen. Doch für Heyda zählt nur eines: Er hat die Chance für einen Neuanfang bekommen. "Der Brand war ein Kracher, damit war ich überlastet", erzählt er.

Fernseher und Waschmaschine fehlen noch

Zwischenzeitlich war er bei einer Bekannten untergekommen, die ebenfalls in Nordburg wohnt. Er sei ihr sehr dankbar, sagt Heyda. "Sonst hätte ich wohl auf der Straße schlafen müssen." Doch die Unterkunft sei keine Dauerlösung gewesen, da sich seine Bekannte räumlich stark einschränken musste.

Was er jetzt noch braucht, ist ein Fernseher und eine Waschmaschine. "Ich würde auch dafür zahlen", betont Heyda, der sich über weitere Hilfe freuen würde.

Nur stundenweise arbeiten

Zur Erinnerung: Der 57-Jährige musste vor fünf Jahren den plötzlichen Tod seiner Freundin verkraften. Dann bekam er die Diagnose ADHS, außerdem leidet er an einer Erkrankung der Wirbelsäule. Er kann nur stundenweise arbeiten, entsprechend gering ist sein Einkommen. Mit Unterstützung der Agentur für Arbeit hält er sich finanziell über Wasser.

Entschädigung wegen fehlender Rauchmelder?

In seiner Wohnung in Langlingen waren keine vorgeschriebenen Rauchmelder installiert. Über einen Anwalt erhofft er sich, von der Hauseigentümerin eine Entschädigung zu bekommen. Dann könnte er vielleicht auch beruflich von vorne anfangen. Sein Traum ist es, den Taxischein zu erwerben. "Dann wäre der Brand sogar für etwas gut gewesen", sagt Heyda.

An der Schmiedestraße in Hohnebostel werden seit 1907 Landwirtschaftsmaschinen repariert. Hans-Hermann Höhne führt dort einen Familienbetrieb.

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