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Langlingen Es muss nicht immer ein Hotel sein
Celler Land Samtgemeinde Flotwedel Langlingen Es muss nicht immer ein Hotel sein
20:08 30.12.2018
Von Carsten Richter
Schlafen in "Mini-Hotels": Das soll künftig auch in der Samtgemeinde Flotwedel möglich sein. Quelle: Doreen Voigtländer/Samtgemeinde Grasleben
Offensen

Jetzt im Winter ist Ruhepause im Strandbad Langlinger Schleuse. Aber der nächste Sommer kommt, und dann werden wieder zahlreiche Badegäste die beliebte Freizeiteinrichtung bei Offensen bevölkern. Künftig sollen allerdings nicht nur Wasserratten und Sonnenhungrige aus der Region auf ihre Kosten kommen. Die Samtgemeinde Flotwedel möchte das Gelände auch für Touristen noch attraktiver machen – und sie sollen dort auch übernachten können.

Ergänzung zu klassischen Unterkünften

"Wir möchten eine Ergänzung zu klassischen Unterkünften anbieten", erklärt Samtgemeindebürgermeister Helfried H. Pohndorf. Was das sein soll? Die Antwort sind sogenannte Schlaffässer, die in der Anlage aufgestellt werden sollen. Der Rat der Samtgemeinde Flotwedel hat dem Verwaltungschef dafür in der letzten Sitzung des Jahres volle Unterstützung zugesichert – der Beschluss fiel einstimmig aus.

Mehr Gäste anlocken

Die Aufstellung von fünf dieser "Mini-Hotels" ist Teil der Sanierung des Strandbades. In diesem Zuge sollen auch die sanitären Anlagen erneuert und die Elektronik überprüft und verstärkt werden. Für die Mieter der Schlaffässer sowie für Zeltgruppen wird auf dem Gelände außerdem eine Spülküche aus Edelstahl eingebaut. Die Verwaltung möchte mehr Gäste in die Samtgemeinde locken – die Aufwertung der Freizeitanlage soll dazu beitragen. Kurzurlauber und Touristen mit wenig Gepäck, also beispielsweise Wanderer, Kanuten, Rad- und Motorradfahrer, sind die erhoffte Zielgruppe.

Holzfässer bestehen aus drei Teilen

Die hölzernen Schlaffässer bestehen aus drei Teilen: einem Schlaf-, einem Aufenthalts- und einem Außenbereich mit Sitzbänken. Jedes Fass bietet Platz für zwei Personen, so dass bei fünf Fässern zehn Gäste im Strandfreibad übernachten können. Auch im Aufenthaltsbereich gibt es zwei Sitzbänke, von denen eine als Bett umfunktioniert werden kann. Zudem sind dort ein Ausziehtisch und Stauraum vorhanden.

Gute Erfahrungen gemacht

Die Idee dazu hat Pohndorf auf dem Campingplatz Mariental bei Helmstedt bekommen, wo es diese Übernachtungsmöglichkeit bereits gibt. Bei einem Besuch seines Amtskollegen in der Samtgemeinde Grasleben hat sich der Verwaltungschef selbst einen Eindruck verschafft. "Die Fässer sind sehr praktisch und bieten mehr Komfort als ein Zelt", sagt Pohndorf. Die Mini-Hotels bei Helmstedt seien gut ausgebucht. "Wir aber haben hier eine schönere Umgebung."

Die nun vom Rat abgesegneten Pläne sind auch ein Ergebnis der engen Kooperation zwischen den Leader-Regionen Aller-Fuhse-Aue und Grünes Band. Veranschlagt und im Samtgemeinde-Haushalt für das kommende Jahr eingeplant sind für die Aufwertung des Strandbades insgesamt 157.000 Euro, davon entfallen etwa 64.000 Euro auf die Lieferung und Aufstellung der "Mini-Hotels".

Wird Projekt gefördert?

Bei der Finanzierung kann die Samtgemeinde-Verwaltung auf Fördermittel bauen. Das Vorhaben wurde durch die Lokale Aktionsgruppe „Aller-Fuhse-Aue“ bewertet und in die Prioritätenliste für 2019 aufgenommen. Im Falle einer Förderung werden 73 Prozent über den "Ländlichen Tourismus", einen Teilbereich des Förderprogramms "Zuwendung zur integrierten ländlichen Entwicklung" des Niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums, gegenfinanziert. Mit einer Entscheidung wird im Frühjahr gerechnet, im Sommer 2020 könnte das neue Angebot erstmals genutzt werden. Aus dem Flotwedel wurde außerdem die Sanierung der Brücke zur Trauinsel in Wienhausen in die neue Prioritätenliste aufgenommen.

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