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Wienhausen Weiter Steuern für Jagdhunde in Wienhausen
Celler Land Samtgemeinde Flotwedel Wienhausen Weiter Steuern für Jagdhunde in Wienhausen
09:00 19.08.2019
Von Carsten Richter
Keine Ausnahme für Jagdhundehalter: Die Gemeinde Wienhausen bittet sie weiter zur Kasse.  Quelle: Patrick Pleul (Archiv)
Wienhausen

Sollen Halter von Jagdhunden bei der Steuer gesondert behandelt werden? Das Thema sorgte am Donnerstagabend für hitzige Diskussion im Verwaltungsausschuss und Rat der Gemeinde Wienhausen. Das Ergebnis war dann allerdings eindeutig: Alles bleibt wie es ist – eine Befreiung von Jagdhunden wurde einstimmig abgelehnt.

Hegering droht mit Konsequenzen

Der Hegering Flotwedel reagierte erbost. "Ich bin absolut enttäuscht über die Entscheidung des Rates und halte sie für ungerecht", sagte Jagdhunde-Obmann Hans-Heinrich Meyer auf CZ-Anfrage. Er verwies darauf, dass die Jäger ehrenamtlich "bei Nacht und Nebel" unterwegs seien, um totes Wild von Straßen und Wegen zu holen. Sie täten damit in ihrer Freizeit viel für die Allgemeinheit. "Wir werden die Entscheidung im Hegering diskutieren", sagte Meyer und drohte bereits mit Konsequenzen, ohne weiter ins Detail zu gehen.

Voraussetzungen der Verwaltung

In der Vorlage der Verwaltung waren folgende Voraussetzungen für eine Befreiung der Jagdhunde genannt worden: Wenn erstens der Hund die Schweißhundeprüfung erfolgreich abgelegt hat, zweitens der Hundehalter im Besitz eines gültigen Jagdscheines ist und drittens der Hegering dem Hundehalter schriftlich bestätigt, dass der Hund für die Nachsuche verwundeter Tiere im Bereich der Samtgemeinde Flotwedel eingesetzt wird.

Keine Erhöhung für Ersthunde

In der Sitzung ging es aber auch generell um eine Anpassung der Hundesteuer. Entgegen der Vorlage hat sich das Gremium dafür ausgesprochen, die Abgabe von 36 Euro für den ersten Hund beizubehalten. "Wir wollen damit die soziale Komponente, die ein Hund gerade für ältere Menschen bedeutet, berücksichtigen", sagte Marco Knoop (CDU). Besitzer von Jagdhunden hingegen sollten nicht anders behandelt werden als andere Hundehalter. Wer mehr Hunde hat, soll künftig stärker zur Kasse gebeten werden.

SPD spricht von Kompromiss

Frauke Flenker-Manthey (SPD) sprach von einem Kompromiss, der nun erzielt worden sei, betonte aber: "Wir hätten mit einer Befreiung für Jagdhunde leben können." Bürgermeister Henning Witte (CDU) sagte der CZ, er sei sich zunächst unschlüssig gewesen. Letztlich sei die Jagd aber ein Hobby.

Unterschiedliche Sichtweisen

Das Thema Hundesteuer wird nach Angaben von Verwaltungschef Helfried H. Pohndorf auch in den Räten der anderen Mitgliedsgemeinden noch diskutiert werden. "Es gibt da unterschiedliche Sichtweisen", ließ er durchblicken.

Lange Geschichte der Hundesteuer

In Deutschland wurde die Hundesteuer erstmals im Jahr 1807 in der Stadt Offenbach erhoben. Celles Kreisjägermeister Hans Knoop erläuterte, dass die Umlandkommunen derzeit unterschiedlich mit Steuern auf Jagdhunde umgingen. Das reiche vom vollen über den halben Steuersatz bis zur vollständigen Befreiung.

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