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Wienhausen Marlies Wegner an Spitze der Hospizarbeit
Celler Land Samtgemeinde Flotwedel Wienhausen Marlies Wegner an Spitze der Hospizarbeit
11:55 28.01.2020
Von Carsten Richter
Marlies Wegner aus Wienhausen hat 14 Jahre lang das stationäre Hospiz in Celle geleitet.  Quelle: Oliver Knoblich (Archiv)
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Wienhausen

Es geht um ein würdiges Sterben. Menschen in ihrer letzten Lebensphase nicht alleine zu lassen, sondern ihnen durch Sterbebegleitung beim Abschiednehmen helfen: Dafür steht die Hospizbewegung. Nun steht ein Wechsel beim Landesstützpunkt an. An der Spitze steht künftig Marlies Wegner aus Wienhausen.

Wegner will bewährte Arbeit weiter stärken

„Nach 30 Jahren hospizlichen Wirkens geht es jetzt darum, die bewährte Arbeit weiter zu stärken, fortwährend zu fördern und qualitativ zu sichern“, sagt Wegner, neue Vorsitzende des Landesstützpunktes Hospizarbeit und Palliativversorgung Niedersachsen (LSHPN). Am Montag wurde bei der Jahreshauptversammlung in Hannover gewählt.

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14 Jahre lang hat sie Hospiz in Celle geleitet

Die 62-Jährige, die 14 Jahre lang das stationäre Hospiz in Celle geleitet hat, folgt auf Ulrich Domdey, der seit Gründung des Landesstützpunktes 2016 das Amt inne hatte. Domdey, Urgestein der Hospizbewegung und seit 1989 treibende Kraft bei der Institutionalisierung der Hospizarbeit, tritt mit knapp 70 Jahren aus der ersten Reihe ab, um wieder verstärkt an der Basis in dem von ihm gegründeten Hospizverein in Hildesheim ehrenamtlich tätig zu sein.

Positive Entwicklung der Hospizarbeit in Niedersachsen

Die Hospizarbeit und Palliativversorgung, seit gut 30 Jahren vor allem durch ehrenamtliches Engagement getragen, hätten sich in Niedersachsen in den vergangenen Jahren sehr positiv entwickelt, heißt es in einer Mitteilung: Es gibt 29 stationäre und 126 ambulante Hospize in Niedersachsen sowie zwei stationäre Kinder- und Jugendhospize.

Sterben und Tod prägt Wegners Berufsleben

„Damit steht Niedersachsen schon recht gut da“, sagt Wegner, die sich ihr ganzes Berufsleben und damit mehr als 40 Jahre mit dem Themen Sterben und Tod auseinandergesetzt hat – erst als Krankenschwester, dann in verschiedenen Funktionen der Hospizarbeit.

Trägerin des Verdienstordens der Bundesrepublik

Wegner wurde 1957 geboren, ist verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder, ein Enkelkind und ist seit Juli 2019 im Ruhestand. „Mich motiviert es sehr, nach vielen Jahren in der hospizlichen Praxis als neue Vorsitzende des Landesstützpunktes jetzt meinen Blick auf die Strukturen der Hospiz- und Palliativversorgung zu lenken“, sagt die Trägerin des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, der ihr 2016 für ihr Engagement verliehen wurde. Wegner ist Vorstandsmitglied der Stiftung Celler Netz, war zwölf Jahre neben Domdey Vorstandsmitglied der Hospiz Landesarbeitsgemeinschaft Niedersachsen und hat zwei Jahre lang die Fachgruppe für stationäre Hospize auf Bundesebenen geleitet. Heute begleitet sie als Auditorin die Qualitätsentwicklung der Hospize in Niedersachsen und hat für den Deutschen Hospiz- und Palliativverband am neuen Qualitätsrahmenhandbuch für stationäre Hospize mitgearbeitet.

27.01.2020
Carsten Richter 27.01.2020
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