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Wienhausen SPD/FDP fordert lokale Energiewende
Celler Land Samtgemeinde Flotwedel Wienhausen SPD/FDP fordert lokale Energiewende
21:35 18.07.2011
Die SPD/FDP-Gruppe im Rat der Samtgemeinde Flotwedel macht sich für den Einsatz regenerativer Energien wie Strom aus lokalen Biogasanlagen stark. Quelle: Peter Müller
Wienhausen

Eine Energiewende im Flotwedel fordert die SPD/FDP-Gruppe im Rat der Samtgemeinde Flotwedel. Der vom Bund beschlossene Ausstieg aus der Atomenergie werde nur dann erfolgreich verlaufen, wenn auch in den Kommunen alles daran gesetzt werde, erneuerbare Energien erfolgreich einzusetzen, sagt Rolf Meyer als Vorsitzender der Gruppe. Energieeinsparung und Energieeffizienz dürften nicht nur Schlagworte sein, sondern müssten praktisch umgesetzt werden.

Die Gruppe hat deshalb den Antrag an Rat und Verwaltung gestellt, den Anteil von Energie aus Windkraft-, Photovoltaik- und vor allem aus Biogasanlagen zu steigern. „Am Ende brauchen wir 100 Prozent“, sagt Meyer. Profitieren sollten die Bürger, deshalb sollte die Samtgemeinde über eigene Aktivitäten nachdenken.

Der Antrag unter dem Titel „Energiekonzept 2020 der Samtgemeinde Flotwede“ fordert, dass innerhalb der kommenden sechs Monate ein Konzept für eine moderne Energieversorgung im Bereich der Samtgemeinde erarbeitet wird. Berücksichtigt werden sollen Energieeinsparung, effizienter Energieeinsatz, schnellstmögliche vollständige Versorgung mit regenerativen Energien sowie die Prüfung eines Gemeindewerkes Flotwedel, auch um so die Einnahmesituation der Kommune zu verbessern.

Neben einer optimierten Strom- und Wärmeversorgung aller Gebäude der Samtgemeinde fordert der Antrag auch, dass die Kommune prüft, ob es Flächen gibt, die für eine Energienutzung (Wind, Solar, Wasserkraft Geothermie) erschlossen werden können und ob eine Beteiligung an der Energieproduktion sinnvoll ist. Bestehende Vorranggebiete für Windenergie sollen gegebenenfalls ergänzt werden. Aufgabe der Samtgemeinde bleibe es, auch eine eigenständige Entwicklung zu prüfen.

„Wichtig ist, dass die Samtgemeinde mit gutem Beispiel vorangeht“, heißt es im Antrag. Festgelegt werden müsse eine klare Zeitschiene für die Beratungen des Energiekonzeptes 2020.

„Normalerweise prüfe ich Anträge nicht vorab, hier werden wir vorher schauen, um sagen zu können, was gemacht werden muss“, sagt Verwaltungschef Helfried H. Pohndorf zum Vorstoß der Gruppe. Die Forderung nach einem Gemeindewerk sieht durch einen möglichen Einstieg der Gemeinden bei der SVO erfüllt. „Lieber im Verbund, sonst bräuchten wir eine eigene Administration, die auch wieder Geld kostet“, sagt Pohndorf. Eine Erweiterung bestehender Windenergieflächen sieht er skeptisch, ein Repowering mit Generatoren höherer Leistung an alten Standorten hält er für denkbar.

Von Joachim Gries