Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Anmelden
Wienhausen Weich wie Butter – hart wie Stein
Celler Land Samtgemeinde Flotwedel Wienhausen Weich wie Butter – hart wie Stein
09:31 06.03.2018
Vernissage Norbert Diemert mit der Skulptur Narzis: „Die Form im Kopf“ Quelle: David Borghoff
Wienhausen

Dazu laden die rund 30 Objekte von Norbert Diemert förmlich ein, wie Horst Brune einführend bemerkte, verführen zum Streicheln und Schmeicheln. „Seine steinharten und ebenmäßigen Skulpturen sind in Wirklichkeit weich wie Butter, sanft und zart wie eine Liebkosung und zartfühlend wie ein empfindsames Gedicht.“

Die Frage stelle sich nur, wie es der Künstler schaffe, aus einem Jahrmillionen Jahre alten rauen und schroffen Gestein so etwas Anmutiges zu schaffen. „Du musst die Seele des Steins erkennen“, so Diemert. Hier spielen die jeweiligen Steinformationen und Materialien eine Rolle, ob es Pakistanischer Sandstein, Diabas, Travertin oder Marmor ist. Alle haben eine Seele, von der Zeit geschaffen, um als Skulptur vollendet zu werden. Michelangelo hat es einst so formuliert: „Der David war immer schon da gewesen. Ich musste lediglich den überflüssigen Marmor um ihn herum entfernen.“ Wenn Diemert eine Skulptur beginnt, hat er vage bis konkret die Form im Kopf. Im Zwiegespräch mit dem Material, mit Linien, Strukturen, Umrissen und anderen Beschaffenheiten beginnt er sein Werk. Das Abtragen des Materials habe etwas mit Ehrfurcht zu tun. Der Schaffensprozess wechselt zwischen gezielt und intuitiv. Dem Stein verlangt es eine gewisse Gnade ab, sich so beherrschen zu lassen.

Am Ende nach dem Feinschliff treten Stein und Schöpfer in die Öffentlichkeit. Dabei ist es die Dialektik zwischen schroff und hochpoliert, die Diemerts grazilen bis opulent schwungvollen Gebilde so spannungsreich macht. Hier und da gibt der Künstler seinen „Kindern“ eine Gabe bei. Das Eigenleben der Steine aber bleibt. So trägt „Metamorpha 24“ die ihr eigenen Farbenspiele zur Schau, die stelenförmige „Empora 5“ wirkt wie eine fischschuppig verhüllte, madonnenhafte Meerjungfrau. Haptisch meint man, sich an den zig Schründen zu stören – aber sie ist verblüffend glatt. Mit ähnlichen Netzen, eher topographischen Höhenlinien überzogen, stellen sich die Fotoarbeiten dar.

Diemert, der mit Installationen, Landart-Projekten, Designmöbelbau und Fotografie begann und heute Vorsitzender des BBK Celle ist, lotet mit diesem medialen Gegenüber wohl Dimensionen wie 2D und 3D aus und stellt gesichtslosen Figuren körperlose Porträts gegenüber.

Wer leise eintaucht in die Aura des Raums merkt, man kann auf einer Welle damit sein. Für Schallwellen sorgte Peter Missler am Saxophon.

Von Aneka Schult

Kürzlich fand die Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Wienhausen statt. Neben einer Vielzahl aktiver Mitglieder begrüßte Ortsbrandmeister Achim Meissner auch fördernde und passive sowie Mitglieder der Altersgruppe.

09.02.2018

Bei der kürzlich stattgefundenen Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Oppershausen begrüßte Ortsbrandmeister Ralf Papenburg mehr als 60 Kameraden aus Einsatz- und Musikabteilung sowie Förderer. Besonders begrüßte er Samtgemeindebürgermeister Helfried H. Pohndorf, den stellvertretenden Kreisbrandmeister Dirk Heindorff, die Kreisstabführerin Susanne Heger und den Gemeindebrandmeister Cord Krüger.

06.02.2018

Die Rainy Skifflemen aus dem Kreis Herford zählen zu den Ältesten ihres Fachs. Sie haben sich zeitgleich mit den Rolling Stones 1962 formiert. Und ihre langjährige Erfahrung kommt ihnen zugute. Das Publikum im Bootshaus in Oppershausen kam nicht umhin, am Samstagabend immer wieder aufmerksam hinzuhören, was Sänger Peter Reimann gerade ankündigte. Bei „Mama don‘t allow no skiffle playing in here“ frei nach J.J. Cale hatte sich jeder Mitspieler einmal solistisch in Szene zu setzen, was von den Konzertgästen immer aufs Neue mit Applaus honoriert wurde.

04.02.2018