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Wienhausen Zwei Celler Bridgespieler beim Finale dabei
Celler Land Samtgemeinde Flotwedel Wienhausen Zwei Celler Bridgespieler beim Finale dabei
18:07 27.07.2011
Sie nehmen am Finale des Challenger Cups 2011 teil: Bruno Teschner (links) und Richard Morgenstern. Quelle: nicht zugewiesen
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Wienhausen

Wenn sich am ersten Septemberwochenende die besten Bridgespieler Deutschlands zum Finale des Challenger Cups 2011 des Deutschen Bridgeverbands in Bad Nauheim treffen, wird mit Richard Morgenstern aus Celle und Bruno Teschner aus Habighorst auch ein Paar des Bridgeclubs Wienhausen antreten. Die beiden spielten bei einer überregionalen Zwischenrunde in Hannover sehr erfolgreich und landeten bei 56 teilnehmenden Paaren auf Platz sechs – die besten acht Paare der Region qualifizierten sich für die Endrunde.

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Insgesamt rund 70 Mitglieder hat der Bridgeclub Wienhausen, gut die Hälfte von ihnen trifft sich zweimal in der Woche, montags im Golfclub in Garßen, donnerstags im Birkenhof in Gockenholz, um das Spiel mit den 52 Karten zu spielen. „Neun bis zehn Tische haben wir immer“, sagt Angelika Rose aus Celle, die Vorsitzende des Clubs. „Unter vier Tischen spielt man eigentlich nicht“, sagt sie.

Außer bei Urlaub oder Krankheit gehe man zu den Terminen, sagt Rose. Vier Spieler sitzen dann am Tisch, die sich gegenüber Sitzenden bilden die Paare „Nord/Süd“ und „Ost/West“ und spielen zusammen. Etwa siebeneinhalb Minuten dauert ein Spiel. Es wird geschwiegen, weil sich die Spieler sehr auf die Karten konzentrieren.

„Je früher man anfängt, desto günstigster ist es“, sagt Rose. Sie spielt seit ihrer Kindheit Karten. Bridge habe sie sich aber erst vor sieben, acht Jahren zugewandt. Wenn sie heute an der Spitze des Clubs stehe, sei das eigentlich der Tatsache zu verdanken, dass sich niemand um den Job reiße. „Ich wurde angesprochen und ich habe zugesagt.“

Wünschen würde sich Rose, dass der Bridgeclub Wienhausen jüngere Mitglieder bekommt. Die Jüngste in den Reihen ist 60. Doch Bridge sei zeitaufwändig, deshalb verstehe sie schon, dass Jüngere, die im Beruf stehen, sich rar machen. Wer Interesse hat, kann sich bei Angelika Rose melden, Telefon (05141) 32431. Ihre Erfahrung: Wenn man Bridge richtig kann, kommt ein anderes Kartenspiel kaum noch in Frage.

Bei der Zwischenrunde in Hannover war auch Rose mit ihrem Partner Friedhelm Hoffmann aus Winsen angetreten. Sie schafften aber nicht die Qualifikation für das Finale. Insgesamt hatten sich an der Vorrunde auf Clubebene über 8000 Spieler aus mehr als 180 Clubs beteiligt. Jeder Teilnehmer zahlte drei Euro an den Deutschen Bridgeverband, davon ging jeweils ein Euro an die Kinderkrebshilfe.

Auf Morgenstern und Teschner werden in Bad Nauheim intensive Stunden zukommen: Sonnabend werden zwei Runden gespielt, Sonntag eine Runde.

Von Joachim Gries