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Ahnsbeck Ärzteversorgung für Ahnsbeck rückt näher
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Ahnsbeck Ärzteversorgung für Ahnsbeck rückt näher
14:54 13.06.2010
Informationen vor der Baustelle für das Ärtzehaus in Ahnsbeck. Quelle: Joachim Gries
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Ahnsbeck

„Die Mieter drängen“, sagt Ahnsbecks Bürgermeister Ulrich Kaiser. Die Mieter, das sind vor allem die Ärzte, die die Praxis beziehen wollen und damit an fünf Tagen in der Woche für die Bevölkerung erstmals eine medizinische Versorgung im Ort anbieten wollen. Zu Verzögerungen hatte der lange Winter geführt. Und als der erste Bagger anrückte, versank der im feuchten Untergrund. Erst ein Raupenbagger konnte den Untergrund für den Bau herrichten.

Der Bewilligungsbehörde, der Behörde für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften (GLL) Verden, bescheinigte Kaiser eine zügige Arbeit. 303000 Euro sind aus dem Fördertopf der Leader-Region Lachte-Lutter-Lüß bewilligt, damit ist das Ärztehaus eines der Leitprojekte.

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Das Haus soll auch die Ahnsbecker Bücherei aufnehmen, Kaiser kündigte die Gründung eines Büchereivereins für die kommenden Wochen an. Der soll dann die Arbeit der Bücherei begleiten. „Das ist eine Beteiligung, wie wir sie uns bei dem ganzen Projekt wünschen“, sagte Kaiser. So ist bei der Gestaltung des Außengeländes auch Eigenleistung eingeplant, die die Kosten begrenzen soll. Insgesamt wird das Projekt rund 600000 Euro kosten. „Im Moment sieht es so aus, dass wir den Kostenrahmen halten können“, sagte Kaiser.

Auch der Mietvertrag mit einem Büro für Ernährungsberatung steht. Noch im Gespräch sind eine Familien- und Erziehungsberatungsstelle sowie eine Naturheilpraxis. Auch mit Krankenkassen wurden Gespräche geführt; sie sollen das Haus zum Beispiel für Kursangebote nutzen.

Siegfried Dierken, Leiter für Strukturförderung ländlicher Raum beim GLL, sprach von einer mutigen zukunftsweisenden Entscheidung, nicht nur in finanzieller Hinsicht, sondern auch mit Blick auf die angestrebte ärztliche Versorgung des Dorfes. Letztlich habe das die Lokale Aktionsgruppe der Leader-Region bewogen, den Zuschuss zu befürworten.

Von Joachim Gries