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Eldingen Heidschnucken in Bargfeld wohl von Wolf getötet
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Eldingen Heidschnucken in Bargfeld wohl von Wolf getötet
13:21 22.10.2019
Wolfsberater Karl-Gustav Laser (links) und Tierhalter Matthias Müller mit einem der toten Tiere. Quelle: Anne Friesenborg
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Bargfeld

„In der vergangenen Woche hatte ich den Wolf dreimal in meiner Herde“, sagt der Bargfelder Schäfer Matthias Müller auf CZ-Anfrage und zieht Bilanz: Zwölf Tiere sind tot, sechs weitere verletzt – und das, obwohl Müller seine Herde mit einem als „vorbildlich“ bezeichneten wolfsabweisenden Zaun zu schützen versucht.

Am Donnerstag waren drei Heidschnucken tot aufgefunden worden, am Freitag zwei weitere. Mehrere durch Kehlbisse verletzte Tiere mussten erlöst werden. Die am Freitag verletzt aufgefundenen Tiere hatten mehr Glück: „Sie sind vermutlich durch die große Aufregung zu Schaden gekommen“, sagt Wolfsberater Karl-Gustav Laser, der am Freitag den „Tatort“ untersucht hatte. „Es geht ihnen so weit gut.“

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DNA-Proben sollen Klarheit bringen

War es nun wirklich ein Wolf? Die Wahrscheinlichkeit ist groß, doch Wolfsberater Laser gibt sich zurückhaltend: „Man kann sich alles Mögliche vorstellen, ich habe schon so vieles erlebt.“ Eines der beiden am Freitag tot aufgefundenen Tiere habe jedenfalls keine typischen Wunden aufgewiesen, wie sie bei Wolfsangriffen auftreten – es ist vermutlich aufgrund von Stress gestorben, erklärt der Wolfsberater. Er hat DNA-Proben genommen, die für Klarheit sorgen werden.

Stunden nach dem Fund der toten Tiere ist übrigens auf der Nachbarwiese noch ein unverletztes Lamm entdeckt worden. Es steht unter Schock, vermutlich ist es das Junge eines der toten Tiere.

Von Klaus M. Frieling