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Eldingen Frohes Spektakel im Farbenrausch
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Eldingen Frohes Spektakel im Farbenrausch
21:06 10.02.2019
Von Carsten Richter
Bei Faslam ist nichts unmöglich: Um aufzufallen und am Ende die Gunst der Preisrichter zu gewinnen, lassen viele Gruppen nichts unversucht.  Quelle: David Borghoff
Bargfeld

Carl Buhr muss eine Weile überlegen. Dann zählt er auf. "Wir haben uns schon als Gruselkabinett, Herr der Ringe und als Teebeutel verkleidet", sagt der 24-Jährige. Wer regelmäßig am Faslam-Umzug in Bargfeld teilnimmt, kann schon mal das ein oder andere Jahr vergessen – zu vielfältig sind die Kostüme und Wagen, mit denen die Bargfelder immer am zweiten Februarwochenende durch das Dorf ziehen. Dieses Jahr aber wird Buhr sicher nicht so schnell vergessen. Als "Eier-Jule" darf er diesmal gemeinsam mit "Wurst-Maxe" Sören Ilper den Zug anführen.

Eier-Jule sein, ist große Ehre

"Jeder aus dem Verein ist mal dran. Nun wurde ich ausgewählt. Das ist schon eine große Ehre", freut sich Buhr. Unterdessen ist seine Kiepe auf dem Rücken noch ziemlich leer – aber nur, weil die erste Ladung an Eiern schon abgeliefert wurde. "400 Eier einzusammeln ist unser Ziel", berichtet der 24-Jährige während des Umzugs.

Tradition seit 1891

So will es die Tradition: "Wurst-Maxe" und "Eier-Jule" gehen von Haus zu Haus und sammeln Spenden in Form der Naturalien ein – und die Bargfelder erweisen sich erneut als sehr spendabel. Seit 1891 veranstaltet der Club Einigkeit Bargfeld das bunte Spektakel im Ort.

Kontrast zum grauen Himmel

Zum grauen Himmel gestern Mittag setzen die farbenfrohen Verkleidungen einen Kontrast. "Es ist wieder Faslam-Wetter", sagt Club-Präsident Florian Fuhlrott. Denn es ist zwar trübe, aber pünktlich um 13 Uhr mit Beginn des Umzugs setzt der Regen aus – so wie in den vergangenen Jahren auch. "Ich bin echt erstaunt. Es gibt immer wieder neue Einfälle", sagt Fuhlrott mit Blick auf die vielen Motive, die vorher alle streng geheim gehalten wurden. "Da möchte ich kein Preisrichter sein."

Und tatsächlich: Als die Celler Knappen einmal mehr aufspielen, tanzen "Löwen", "Chill-Kröten" und muskelbepackte Ruderer ausgelassen miteinander. Es ist ein fröhliches Treiben, das selbst die nicht-kostümierten Zuschauer in seinen Bann zieht. "Einfach toll, was sich die Menschen in einer so kleinen Dorfgemeinschaft alles einfallen lassen", sagt Ulrike Jeschke aus Eschede. Sie steht mit ihrem Mann am Straßenrand und verfolgt das Spektakel. "Ich habe den ganzen Umzug gefilmt", erzählt Arno Jeschke. "Besonders gut gefallen haben mir die Transformers."

In "stacheligen" Kostümen unterwegs

Die Spielzeugroboter, die sich in wenigen Handgriffen zu Autos umwandeln lassen, haben genauso für Aufmerksamkeit gesorgt wie die "Bargfelder Kaktussen". Die 18 Mädels in ihren grünen "stacheligen" Kostümen wurden stilecht von einem Mexikaner begleitet. "Die Idee ist an einem alkoholischen Abend entstanden", heißt es übereinstimmend aus der Gruppe.

Unklar, wie es weitergeht

"Es ist gut, so viele Mitstreiter zu haben", sagt Club-Präsident Fuhlrott. Nach der Schließung des Gasthauses Bangemann sei überlegt worden, wo die anschließende Feier stattfinden könne. Erst durch den Einsatz vieler Helfer wurde es möglich, dass an altbekannter Stelle gefeiert wird – im Saal bei Bangemann. "Die Räume wieder herzurichten, hat viel Zeit und Arbeit gekostet", sagt Fuhlrott. Wo und wie es im kommenden Jahr weitergehe, sei unklar. "Wir werden schon was finden. Jetzt feiern wir erstmal."

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