Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Anmelden
Hohne „Et is so wiet“– Hohner Dorfgeschichte ist fertig
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Hohne „Et is so wiet“– Hohner Dorfgeschichte ist fertig
14:49 13.06.2010
Die Arbeit des Hohner Arbeitskreises Dorfgeschichte geht zu Ende.
Anzeige
Hohne

„Et is so wiet“ – Auch auf Plattdeutsch weisen Plakate in Hohne darauf hin, dass das Werk vollbracht ist. Morgen wird der dritte Band der Hohner Dorfgeschichte um 19 Uhr in der Himmelfahrtskirche präsentiert. Damit gehen sieben Jahre Arbeitskreis Dorfgeschichte zu Ende.

„Gründung und Entwicklung“ lautet der Titel des dritten Bandes, der gestern von der Druckerei ausgeliefert wurde. 568 Seiten umfasst er. Die 480 Exemplare des ersten Bands „Häuser und Menschen“ sind verkauft, 60 sind jetzt nachbestellt. Der zweite Band „Vereine und Verbände“ fand inzwischen 300 Mal einen Käufer. Und die Mitglieder des Arbeitskreises sind sicher, dass auch das Abschlusswerk seine Abnehmer finden wird.

Anzeige

„Wir haben restriktiv und effektiv gearbeitet. Wir waren kein Laberverein“, sagt Rainer Brammer, bei dem alle Fäden zusammenliefen. Etwa alle sechs Wochen traf sich der Arbeitskreis in ungestörter Atmosphäre im Haus Hohne. „Es hat immer nur einer gesprochen“, sagt Brammer.

Mit 39 Jahren die Jüngste im Arbeitskreis ist Michaela Engel. Sie stieß 2003 hinzu. Der Älteste im 16-köpfigen Gremium ist Werner Dralle mit 89 Jahren. Abhanden gekommen ist niemand, für Brammer ein Beweis, dass die Arbeit Spaß gemacht hat. Kontroverse Diskussionen gab es über die Wortwahl, doch immer wurde ein Konsens gefunden.

Das gilt auch für die Zeit des Dritten Reichs, die mit 70 Seiten im neuen Band breiten Raum einnimmt. Die Recherchen des Arbeitskreises hätten nicht zum Ziel gehabt, dass Fehlverhalten Einzelner oder einer Gruppe in den Bereichen Rechtsbeugung, Vorteilsnahme oder Denunziantentum aufzudecken und in der Dorfgeschichte zu veröffentlichen, heißt es in einer Vorbemerkung zu dem Zeitabschnitt.

Im Arbeitskreis herrschte Arbeitsteilung, jeder hatte sein Fachthema. Jürgen Klatt etwa kümmerte sich um die frühe Geschichte des Ortes. Ein konkretes Gründungsdatum wurde nicht gefunden, allerdings der Hinweis, dass der Ort schon eher eine eigene Kirche hatte, als bisher angenommen.

Handschriftlich, per Schreibmaschine oder digital stellten die Autoren ihre Ergebnisse Brammer zur Verfügung, der dann alles in dem Werk vereint. Dem gewichtigen Band liegt eine Karte bei, die 187 Flurnamen aufweist. Sie sind schwierig zu datieren, geben aber einen Fingerzeig auf die frühere Nutzung.

Von Joachim Gries