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Hohne Gänsehaut-Feeling und Ausgelassenheit
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Hohne Gänsehaut-Feeling und Ausgelassenheit
14:04 13.06.2010
Die "Maxim Kowalew Don Kosaken" bei ihrem Tourneekonzert in Hohne. Quelle: Rolf-Dieter Diehl
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Hohne

Unter der Leitung von Aleksandr Suharev drangsalierten sie nicht wie manch anderes Ensemble die Kompositionen mit brachialer Stimmgewalt, sondern vermittelten einfühlsam und respektvoll deren musikalische Botschaften.

Die Sänger vermieden jede interpretatorische Hektik, sie ließen den Akkorden Zeit, sich zu entfalten und harmonisch wieder zu verschmelzen. Ob geistliche Musik wie Tschaikowskis „Vater unser“ oder das herzerweichende Bortnianski-Chorwerk „Ich bete an die Macht der Liebe“ oder ob folkloristische Traditionals wie die Ballade von „Stenka Rasin“ oder „Einsam klingt das Glöckchen“, das bei uns auch als „Kleine Annabell“ populär geworden ist – die von Stolz, Sinnlichkeit, Leidenschaft, Sehnsucht und religiöser Inspiration erfüllten Lieder erklangen feingeschliffen in ihren emotionalen Schattierungen und wohlüberlegt in Poesie, Ausdruckskraft und dynamischer Nuancierung. Der siebenköpfige Chor vermochte einerseits Stimmung und Stimmen gewaltig zu vereinen und andererseits mit einfühlsamer Sensibilität zu präsentieren. Da wurde eine Atmosphäre aufgebaut, in der die emotionalen Momente der Musik, die man so plakativ als der „russischen Seele“ entsprungen bezeichnet, sowohl mit Lebensfreude als auch mit tiefer Andacht korrespondierten. Ein Konzert zwischen Gänsehaut und Ausgelassenheit.

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Die Maxim Kowalew Dom Konsaken begeisterten mit ihrem Konzert in Hohne.

Von Rolf-Dieter Diehl