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Hohne Mediziner setzt auf Zukunft in Hohne
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Hohne Mediziner setzt auf Zukunft in Hohne
16:23 22.07.2011
Dr. Thomas Lang (rechts) und Hohnes Bürgermeister Erhard Thölke vor der künftigen Arztpraxis in Hohne. Quelle: Joachim Gries
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Hohne

Das Schild steht schon vor dem Haus, Dr. Lang hofft, dass er die Gerinnungsambulanz Südheide in der Müdener Straße in Hohne im Herbst beziehen kann. Bis dahin wird er über 100.000 Euro investieren. Dann kommt wieder Leben in das Haus, das bis zum Rückzug 2010 Domizil der Sparkasse Celle war. Die Immobilie sei optimal für eine Praxis, sagt der Arzt. Der Zugang ist ebenso behindertengerecht wie das künftige Wartezimmer und die Behandlungsräume. 200 Quadratmeter Grundfläche stehen zur Verfügung, zudem gibt es viel Platz im Keller, wo Dr. Lang ein Labor einrichten will, um in seinem Spezialgebiet zu forschen.

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Der 46-Jährige Österreicher stammt aus Linz und hat lange in Graz gelebt. Er ist Facharzt für Allgemein- und Laboratoriumsmedizin und Hämostaseologe, also Experte auf dem Gebiet der Blutgerinnung. An ihn werden Patienten mit Thrombosen, Gefäßerkrankungen oder Blutungsneigung überwiesen. Bislang sind Gerinnungsambulanzen rar, nach Langs Angaben sind die nächsten in Hannover, Braunschweig oder Magdeburg.

Als die Sparkasse im April ankündigte, ihr Gebäude verkaufen zu wollen, klemmte sich Hohnes Bürgermeister Erhard Thölke dahinter. Und erreichte, dass sich das Kreditinstitut zu einem günstigten Preis von dem Objekt trennte und Dr. Lang damit zum Zuge kam. Details will Thölke nicht nennen, erwähnt aber, dass sich die Gemeinde für das Haus ein Vorkaufsrecht im Grundbuch gesichert hat und jetzt über die Art der Nutzung erfreut ist.

Aufgabe der Gemeinde werde es sein, an der Praxis weitere sechs bis acht Parkplätze zu schaffen, sagte Thölke. Erste Gespräche mit einem Nachbarn und mit der Landesstraßenbauverwaltung seien geführt worden. „Für die Gemeinde ist es wichtig, dass der Arzt auf Dauer bleibt, da mit der Ambulanz sein wirtschaftliches Auskommen gesichert ist“, sagt Thölke. Mit einer reinen Landarztpraxis wäre es schwierig.

Von Joachim Gries