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Hohne Saisonfinale für Celler Gartenfreunde
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Hohne Saisonfinale für Celler Gartenfreunde
18:46 09.09.2018
Von Christian Link
Der 32. Herbstmarkt hat tausende Besucher nach Helmerkamp gelockt. Quelle: Christian Link
helmerkamp

Mit insgesamt 150 Hobbykünstlern und Handwerkern bot die zweitägige Veranstaltung am Wochenende so viel Auswahl wie kaum ein anderer Garten- und Bauernmarkt im Umkreis. In den fünf Euro Eintritt waren außerdem viele Bühnenshows, Kinderprogramm und eine Imbiss-Meile enthalten. Da kamen auch diejenigen, die nur zum Einkaufstütentragen mitgereist waren, auf ihre Kosten.

Der 300-Seelen-Ort erlebte nach dem Helmerkämper Open-Air-Festival die zweite Besucherflut des Jahres. Mehrere tausend Gäste aus den Kreisen Celle, Peine, Gifhorn und darüber hinaus waren angereist – meistens mit dem Auto. Doch obwohl es in Helmerkamp kaum mehr als die Hauptstraße durch den Ort gibt, liefen An- und Abreise reibungslos. Die Veranstalter des mittlerweile bereits 32. Herbstmarkts hatten wieder hunderte kostenlose Parkplätze am Ortsrand und einen Shuttle-Bus bereit gestellt.

Für manche Aussteller ist Helmerkamp neben der AllerArt der beste Termin im Landkreis Celle. „Die Atmosphäre ist sehr nett, deswegen fühlen wir uns hier wohl“, sagt Kunsthandwerker Klaus Bethge. Der frühere Grafikdesigner verlor nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 seinen Job, weil seine Firma durch die wochenlangen Unterbrechungen im Frachtverkehr pleite ging. Seitdem stellt der Schleswig-Holsteiner lieber Windspiele aus Kupfer und Antik-Reliefs aus Kunststein her, die er ausschließlich auf Märkten verkauft. Etwa 30 Veranstaltungen in ganz Norddeutschland besucht er jährlich. „Kunsthandwerker ist ein herrlich freier Beruf. Man ist unkündbar und man kann selbst entscheiden, in welche Richtung es gehen soll“, sagt Bethge. Allerdings sei das Geschäft kein Selbstläufer: „Es ist wichtig, dass man ein Alleinstellungsmerkmal hat.“

Rainer Wille aus der Wedemark ist für seine „Garten-Bar“ bekannt. „Diese Tische baue ich schon seit 17 Jahren“, sagt der ehemalige Schreiner, der Mistgabeln und Holzplatten zu praktischen Getränkeständern für die Grill- oder Gartenparty zusammenbaut. „Für den Sommer ist das Ding einfach top, da passt eine halbe Kiste Bier drauf“, meint ein zufriedener Kunde, der nun selbst eine Garten-Bar als Einweihungsgeschenk sucht. Bislang vergeblich, denn Wille ist wie viele Kunsthandwerker nicht im Internet zu finden – dafür steht er aber jedes Jahr in Helmerkamp.
„Ich bin zum ersten Mal hier“, sagt dagegen Volker Köhler aus Cloppenburg, der sich ebenfalls vor allem auf Windspiele spezialisiert hat. Seine kleinen und großen Kunstwerke aus Edelstahl fertigt er mithilfe von Computer und Laser. 2500 verschiedene Modelle hat er in 15 Jahren kreiert. „Die Ideen dazu kommen vor allem aus der Kundschaft“, sagt er.

Für viele Besucher gilt die Devise: Einmal Helmerkamp, immer Helmerkamp. Allein der Wunsch nach mehr Innovation ist zu hören. „Hier gibt es viele selbstgemachte schöne Sachen“, lobt etwa Besucherin Katharina Winter den Herbstmarkt, die mit ihrer Familie über das Gelände stöbert. Als jemand, der regelmäßig nach Helmerkamp kommt, würde sich Winter aber mehr Überraschungen wünschen: „Ich find‘s schade, dass so wenig neue Stände nachkommen.“

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