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Lachendorf 25-Jährige übernimmt den Lachendorfer Wald
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Lachendorf 25-Jährige übernimmt den Lachendorfer Wald
17:07 31.08.2018
Von Christian Link
Eckard Klasen (links) und Heiner Homann begrüßen Hilke Brandt bei der FBG Celler Land. Quelle: Christian Link
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Lachendorf

Ihr Vater Jörg ist seit vielen Jahren für den Bereich Hermannsburg zuständig. "Das ist keine Erbfolge", versichert Forstamtschef Eckard Klasen und lacht. "So etwas kommt bei uns nicht häufig vor."

"Ich bin mit dem Wald aufgewachsen", erzählt Hilke Brandt, "mein Papa hat mir vieles gezeigt." Ein Forsthaus gehört nicht zum Bezirk, deswegen bleibt die heimatverbundene 25-Jährige in Hermannsburg wohnen. "Ich finde die Heide als Landschaft einfach schön", sagt sie und freut sich auf ihre Aufgabe als Bezirksförsterin. "Der Beruf ist sehr abwechslungsreich." Brandt tritt die Nachfolge von Alfred Rabe an, der sich über vier Jahrzehnte um den Bezirk gekümmert hat.

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Die Hermannsburgerin studierte Forstwirtschaft in Göttingen und absolvierte ihren Anwärterdienst in Uelzen. Nach bestandener Prüfung im März hinterließ sie als Krankheitsvertretung in Klasens Forstamt einen so guten Eindruck, dass sie seit Juli als neue Bezirksförsterin für die Privat- und Genossenschaftswälder vom Golfplatz Garßen und den Allerdreckwiesen im Westen bis zur Landkreisgrenze im Osten zuständig ist.

Insgesamt 3800 Hektar Wald gehören zu Brandts Revier. Der Großteil (3500 Hektar) ist Teil der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Aller-Lachte, die hier 215 Mitgliedern zählt. "Die Aufgaben reichen von der Pflanzung bis zur Holzernte. Wir bieten den Waldbesitzern ein Rundum-Sorglos-Paket", sagt Forstamtsleiter Klasen. Fast alle privaten Waldbesitzer und Genossenschaften nehmen das Angebot an, nur gut drei Prozent des nichtstaatlichen Waldes gehören nicht dazu. Klasen: "Das sind häufig Waldflächen, auf denen nichts passiert."

In ihrem Bezirk wird es die junge Försterin vor allem mit Kiefern zu tun haben. Die Nadelholzgewächse machen etwa 70 Prozent des Baumbestands aus. Im Vergleich zu anderen Waldgebieten in der Südheide gibt es hier aber auch einen überdurchschnittlichen hohen Anteil an Laubwald wie etwa Erlen und Birken.

Brandt übernimmt den Bezirk in gutem Zustand, größere Probleme gibt es nicht. "Das Revier hat eine ganze Menge feuchter Ecken, deswegen gehört es nicht zu den Gebieten mit hoher Brandgefährdung", sagt Klasen. Allerdings habe es im ganzen Forstamt trotz der Dürre kaum Feuer gegeben: "Wir sind von Flächenbränden verschont geblieben." (cli)