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Lachendorf Der Wahnsinn kehrt Heim ins Lachtestadion
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Lachendorf Der Wahnsinn kehrt Heim ins Lachtestadion
17:22 01.08.2018
Von Michael Ottinger
Jung, laut und bunt: Beim Home-of-Madness-Festival soll im Lachtestadtion zur elektronischen Musik wieder die Post abgehen.  Quelle: David Borghoff
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Lachendorf

„Die Resonanz nach dem vergangenen Jahr war super“, sagt Nicolai Schanz, der die Party der Superlative zusammen mit Niklas Brüsewitz und Nils Schedler organisiert. „Wir hatten eigentlich mit 400 Feiernden gerechnet.“ Am Ende kamen rund 1000 Freunde elektronischer Musik zusammen, um bis in den späten Abend zu feiern.

„Wir hatten ja gedacht, dass wir das vor allem für die Leute in der Region machen. Aber das hat doch ganz schöne Kreise durch den Landkreis gezogen“, freut sich Brüsewitz. Deshalb haben sich die drei Organisatoren überlegt, in diesem Jahr alles etwas größer aufzuziehen. „Es gibt längere Theken, mehr Toiletten und mehr Platz“, sagt Brüsewitz. Um das umzusetzen, legen sich ihre Helfer und sie selbst mächtig ins Zeug. Rund 60 Freunde, Bekannte und Familienmitglieder packen in den nächsten Tagen mit an, während die drei Veranstalter bereits seit Februar an der Planung arbeiten.

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Die Veranstalter wollen es zwar nicht übertreiben, schließlich wissen sie um das Risiko einer solchen Großveranstaltung, aber sie wollen auch aus ihren Erfahrungen lernen und „langsam, aber stetig wachsen“. „Am Beachsoccer-Turnier in Celle hat man ja gesehen, dass so etwas auch schnell schiefgehen kann“, sagt Schanz.

Auch die drei jungen Veranstalter vom Festival gehen ein finanzielles Risiko ein. „Wir sind bei den Kosten so im fünfstelligen Bereich“, sagt Schanz. Die Kosten hoffen die Veranstalter mit den Eintrittspreisen in Höhe von neun Euro und durch den Verkauf von Getränken, wieder rein zu bekommen. Die Besucherzahlen aus dem vergangenen Jahr stimmen die drei Organisatoren optimistisch. Auch die bisherigen Reaktionen auf der Facebook-Seite des Home-of-Madness-Festivals seien vielversprechend. „Von etwa 1400 Interessierten haben wir schon 500 Zusagen“, sagt Schanz.

Wenn alle 1400 Interessierten kommen würden, dann sehe die Bilanz am Ende wohl äußerst rosig aus. Und dass, obwohl die Getränkepreise für eine Veranstaltung dieser Größenordnung durchaus moderat gehalten sind. „Für Softdrinks nehmen wir zwei und für alkoholische Getränke an die drei Euro“, sagt Schanz. Mit den Preisen wollen sie nochmal betonen, dass es ihnen nicht um den Profit geht. „Wir wollen einfach was für die Region machen“, sagt Schanz. Das zeigt auch das DJ-Line-up mit Künstlern, die entweder aus Celle oder dem näheren Umfeld kommen. So werden sich Hbz, Justin Pollnik, HB Music, Metro & Dashnation, Marvin Vogel und Plurred am DJ-Pult abwechseln, um den Feiernden ordentlich einzuheizen.

Bis 2 Uhr nachts soll die Party im Lachtestadion gehen. Danach ist aus Gründen des Lärmschutzes Schluss. „Wir wollen es wegen der Anwohner auch nicht übertreiben und müssen uns da an die Vorgaben des Landkreises halten“, sagt Schanz. Wer jedoch vom Feiern nicht genug bekommt, kann im Anschluss ins Inkognito gehen. „Wir haben vereinbart, dass man mit unserem Bändchen so zwischen 1 und 2 Uhr nachts freien Eintritt im Inkognito bekommt“, sagt Brüsewitz. Auch damit haben die Veranstalter auf die Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr reagiert. „Da haben viele nicht verstanden, warum wir schon ab 2 Uhr Schluss machen“, sagt Schanz. Deshalb wird es in diesem Jahr eine Aftershow-Party in der Celler Diskothek geben.

Neben Musik und Getränken wird es in diesem Jahr auch erstmals Festivalbändchen aus Stoff geben. „Damit die Leute ein Andenken haben“, erklärt Schanz. Außerdem werden die Besucher die Chance erhalten, sich an einem Merchandise-Stand mit T-Shirts, Pullovern und Kappen einzudecken. Wer noch ein kostenloses Andenken mit nach Hause nehmen will, für den stellen die Veranstalter eine Fotobox auf dem Festivalgelände auf. „Die druckt die Fotos gleich aus, damit man sie mitnehmen kann“, sagt Schanz.