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Lachendorf Saubere Sache in der Kläranlage
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Lachendorf Saubere Sache in der Kläranlage
19:02 14.03.2019
Von Carsten Richter
Weniger Schlamm bedeutet weniger Energie erzeugen: Ingenieur Rüdiger Eichel-Bilke erläutert die Umbauarbeiten. Quelle: David Borghoff
Lachendorf

Etwa vier Jahre haben die Bauarbeiten auf der Kläranlage Lachendorf gedauert. Rund 3,9 Millionen Euro wurden investiert. Am Donnerstagnachmittag haben sich die Mitglieder der Verbandsversammlung des Abwasserverbandes Matheide (AVM) ein Bild vom Umbau gemacht. Der Bau eines Faulbehälters, eines Gasbehälters und des Vorklärbeckens seien die zentralen Bestandteile der Anlage, erläutert AVM-Ingenieur Rüdiger Eichel-Bilke. Kerngedanke des Umbaus ist es, mit Hilfe der neuen Technik die Entwässerung zu verbessern, die Schlammmenge zu reduzieren und Energie einzusparen. Im Sommer will der Verband die umgebaute Anlage in Betrieb nehmen.

Weniger Schlamm - weniger Energie

In den neun Meter hohen Faulturm, dem größten Bauwerk auf dem Gelände, wird der Schlamm hineingepumpt. Der Umbau beinhaltet die Errichtung einer sogenannten anaeroben Schlammstabilisierung, auch Faulung genannt. Da durch dieses Verfahren weniger Schlamm anfällt, sind große Einsparungen bei den Energiekosten möglich. In diesem Zuge kann die Größe der Kläranlage zudem von derzeit 18.000 auf künftig 20.000 Einwohnerwerte erweitert werden.

Strom wird zur Eigenversorgung erzeugt

Das im Faulturm anfallende Gas wird anschließend verfeuert. Der erzeugte Strom werde ausschließlich zur Eigenversorgung genutzt, sagt Eichel-Bilke. Der entwässerte Schlamm wiederum werde entweder thermisch verwertet oder als Dünger an die Landwirtschaft abgegeben. „Das ermöglicht uns ein erhöhtes Maß an Flexibilität“, erläuterte der Ingenieur.

Betriebsgebäude mit Zentralheizung

Darüber hinaus ist auch das vorhandene Betriebsgebäude erweitert worden. Das sei notwendig geworden, um Räume zu schaffen für die Maschinentechnik, heißt es in einer Pressemitteilung des AVM. Damit die Abwärme des neuen Blockheizkraftwerkes effizient genutzt werden kann, ist das Betriebsgebäude mit einer Zentralheizung ausgestattet worden. „Das Blockheizkraftwerk wird das Herzstück der Kläranlage“, sagte Projektleiter Ralf Sauer vom Celler Ingenieurbüro Heidt & Peters.

Viel weniger Kohlendioxid wird verbraucht

Der AVM ist zuständig für die kommunale Abwasserreinigung und hat es sich laut der Mitteilung zum Ziel gesetzt, einen Beitrag zum Klimaschutz und zur Reduzierung von Kohlendioxid zu leisten. „40 Prozent der elektrischen Energie und Wärmeenergie wollen wir selbst erzeugen, um unser Betriebsgebäude zu beheizen“, sagte Eichel-Bilke während des Rundgangs. Künftig soll die CO2-Reduktion um etwa die Hälfte eingespart werden.

Bauleiter Alex Stolte ließ noch einmal die Bauphasen Revue passieren. 2015 habe die letzte Begehung der Kläranlage stattgefunden. Mit dem Bau des Vorklärbeckens hätten die Arbeiten damals angefangen, erinnerte Stolte. „Nun ist der Umbau zu 95 Prozent fertig, es fehlt nur noch die Elektronik.“

Fördersumme von 1 Million Euro

Sehr froh ist der AVM über die Fördersumme von 1 Million Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), der Anstrengungen zur Energieeffizienz bei öffentlichen Abwasseranlagen berücksichtigt. „Die Zusage kam erst im Jahr 2017“, sagte Eichel-Bilke. Dadurch hätten sich die Arbeiten um ein Jahr verzögert.

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