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Lachendorf Förderprogramm gegen Vergreisung
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Lachendorf Förderprogramm gegen Vergreisung
17:08 05.07.2011
Von Christoph Zimmer
Lachendorf

Den Auswirkungen des demographischen Wandels entgegenwirken - das hat sich die Samtgemeinde Lachendorf vorgenommen. „Was die Entwicklung in der Kommune angeht, wird das die entscheidende Frage sein“, sagt Gemeindedirektor Jörg Warncke, „wir wollen dieser Herausforderung begegnen und sie selbst gestalten.“ Ihm geht es in erster Linie darum, die Daseinsvorsorge und die Infrastruktur in der Kommune aufrecht zu erhalten und auszubauen - durch eine gemeinsame Entwicklungsstrategie mit den einzelnen Gemeinden in der Samtgemeinde. Vor diesem Hintergrund soll der Samtgemeinderat in seiner Sitzung am heutigen Mittwoch um 20 Uhr im Gasthaus Bangemann in Bargfeld den Aufnahmeantrag für ein entsprechendes Förderprogramm beschließen, das angelegt ist für Kommunen, die mit anderen Gemeinden zusammenarbeiten, beispielsweise auf der Ebene der Samtgemeinde.

Im August wird das niedersächsische Sozialministerium eine Entscheidung treffen, welche Gemeinden in das Förderprogramm aufgenommen werden. Ein entsprechender Antrag wurde bereits im März gestellt. Was fehlt, ist die Grundsatzentscheidung der Räte. Bedeutet: Es muss eine Vereinbarung, ein Vertrag geschlossen werden, der in den nächsten Wochen vorgelegt werden muss. Eine Formalie. In den einzelnen Gemeinden wurde der Grundstein gelegt, in Ahnsbeck ist die Entscheidung gestern Abend gefallen. „Es wäre schön, wenn wir den Vertrag heute Abend unterschreiben könnten“, hofft Warncke.

Es sei wichtig, dass man den Auswirkungen des demographischen Wandels so früh wie möglich begegne, sagte Warncke, „deshalb ist die Aufnahme in das Förderprogramm von großer Bedeutung.“ Wird der Antrag angenommen, werden in den Gremien konkrete Vorhaben entwickelt, wie die ärztliche Versorgung und die Infrastruktur, aber auch Angebote für Freizeit und Erholung in der Gemeinde gewährleistet werden können. Die Förderung würde 2012 beginnen. Allerdings ist noch nicht klar, wie hoch die Fördersumme ist und wie lange sie ausgezahlt wird. „Das ist noch nicht kommuniziert worden“, sagt Warncke.

Was die Kooperation mit anderen Gemeinden angeht, hat man in Lachendorf gute Erfahrungen gemacht. Die Dorferneuerung in der Lutterregion wird mit Eldingen und Scharnhorst vorangetrieben, in Eschede und Lachendorf ist eine gemeinsame Pflegeeinrichtung entstanden. Beide Einrichtungen haben sich in der Vergangenheit bewährt, sagt Warncke. Eine Fusion der Samtgemeinden war auch schon einmal im Gespräch. Allerdings stehe das im Moment nicht zur Diskussion, betonte der Gemeindedirektor.

Von den Auswirkungen des demographischen Wandels werden die ländlichen Regionen besonders betroffen sein. Darin sind sich die Experten einig. Sie gehen davon aus, dass die großen Herausforderungen darin liegen, die Daseinsvorsorge und die Infrastruktur in den Gemeinden aufrecht zu erhalten und auszubauen. Neben dem Älterwerden wird die Situation auf dem Land durch die Abwanderung vor allem junger, gut

ausgebildeter Menschen verschärft.