Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Anmelden
Lachendorf Känguru Sidney wieder da
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Lachendorf Känguru Sidney wieder da
21:09 03.09.2018
Von Carsten Richter
Ende gut, alles gut: Sidney hat seinen Ausflug unbeschadet überstanden. Quelle: Tierheim Celle
helmerkamp

Mit tierischen Einsätzen bekommt es die Celler Polizei immer mal wieder zu tun. "Entenfamilie überfahren", "Rehkitze umgemäht", "Wölfin erschossen" – so lauten nur einige Schlagzeilen der vergangenen Monate. Nicht immer geht es so dramatisch zu. Dennoch wird der Einsatz am Montag wohl in die Geschichte eingehen. "Das war schon sehr speziell", sagt der Celler Polizeisprecher Thorsten Wallheinke – ein Känguru läuft schließlich nicht jeden Tag über unsere Straßen.

Genau das aber war im Celler Ostkreis passiert. Einige Autofahrer dürften sich verwundert die Augen gerieben haben, als sie am Sonntag in Hohne sowie gestern Morgen in Helmerkamp unterwegs waren. Ein etwa 50 bis 60 Zentimeter großes Wallaby hoppelte am Fahrbahnrand der Hauptstraße mitten im Ort entlang. Mehrfach habe das Tier die Fahrbahn gekreuzt, teilt die Polizei weiter mit. Das Einfangen des Kängurus sei schließlich ohne Probleme verlaufen – nur kurz habe das exotische Säugetier Widerstand geleistet, dann habe es die Polizei "festnehmen" können. Happy End für alle Beteiligten also – weder Känguru noch Polizisten seien verletzt worden. "Das Tier befindet sich in einem guten Zustand", so Polizeisprecher Wallheinke. Inzwischen ist "Sidney" wieder "wohlbehalten und kerngesund" zurück bei seinem Besitzer in Hohne.

Wallheinkes Angaben zufolge ist das Tier am Wochenende zusammen mit weiteren Artgenossen von einem Privatgelände in Hohne ausgebüxt. Schuld an dem Ausbruch war laut Polizei ein offen gelassenes Tor. Während die anderen Kängurus schnell wieder eingefangen werden konnten, hatte es Sidney offenbar besonders eilig, davonzukommen. Mindestens einen Tag lang war es in freier Wildbahn unterwegs.

Gestern wurde es dann zunächst ins Tierheim nach Celle gebracht. Heimleiterin Astrid Brauner bestätigt, dass es dem Wallaby-Känguru gut geht. Als Pflanzenfresser findet der vierbeinige Exot derzeit genug Nahrung, sodass er die Nacht in freier Wildbahn gut überstanden hat. Zugute kamen ihm auch die milden Temperaturen. "Den Winter würde ein Känguru bei uns nicht überleben", erklärt Brauner – aus seiner Heimat Australien ist es, trotz der allgemeinen Erderwärmung, andere Temperaturen gewohnt.

Gegen 7 Uhr ist "Sidney" am Montag im Tierheim in Vorwerk abgegeben worden, schon etwa anderthalb Stunden später habe sein Besitzer das Wallaby abgeholt und mit zurück nach Hohne genommen. Dort ist es mit den weiteren Tieren artgerecht untergebracht, sagt Brauner. Sidneys Besitzer war gestern nicht zu erreichen. Nach CZ-Informationen hält er seit Jahren exotische Tiere.

Kängurus privat halten, mag ungewöhnlich sein, verboten ist es nicht. Nur bestimmte Voraussetzungen müssen gegeben sein: Das Auslaufgelände muss 200 Quadratmeter groß sein, zur Vergesellschaftung müssen weitere Tiere vorhanden sein und der Halter muss eine Eignung nachweisen. "Das Kreisveterinäramt hat die Haltung abgesegnet", sagt Brauner – ein Ausflug mit Happy End also.

Weniger glücklich war das Schicksal des Wallabys Viggo aus Bergen verlaufen, das über den Landkreis hinaus Bekanntheit erlangt hatte. Auch Viggo war seinem Halter ausgebüxt, im Juli 2017 wurde das Tier eingefangen und seinem Besitzer übergeben. Erst vor wenigen Wochen nahm der Landkreis der Familie das Känguru aber endgültig weg – das Grundstück, auf dem Viggo lebte, war 50 Quadratmeter zu klein.

Unterdessen war der Kurzbesuch Sidneys auch für das Tierheim außergewöhnlich: "Stachelschweine, Schlangen, Bartagamen – exotische Tiere kommen hin und wieder zu uns", erklärt Brauner. Ein Känguru aber war auch für sie und ihre Mitarbeiter eine ganz neue Erfahrung.

Wie der Vater, so die Tochter: Hilke Brandt ist die neue Bezirksförsterin für Lachendorf. Damit werden jetzt zwei Bezirke im Forstamt Südostheide von der Familie Brandt betreut.

Christian Link 31.08.2018

Beim Sportfest der Oberschule Lachendorf hat Sportlehrer Nils Bürgel mehr Unterstützung bei der Inklusion gefordert. Im Bereich Sport würden Sonderschulpädagogen benötigt.

Christopher Menge 30.08.2018

Sechs Kilometer in einer Stunde müssen die Teilnehmer des Leistungsmarsches der Reservistenkameradschaft Lachtetal zurücklegen. Das Ziel: Kampffähig wieder am Ausgangspunkt ankommen. Der Haken an der Sache: Im Gepäck hat jeder Teilnehmer mindestens 15 Kilogramm dabei.

13.08.2018