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Lachendorf Lachendorfs Infrastruktur soll mit Zuwachs Schritt halten
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Lachendorf Lachendorfs Infrastruktur soll mit Zuwachs Schritt halten
16:58 09.01.2018
Bürgermeister Hartmut Ostermann freut sich über die große Nachfrage nach Baugrundstücken in seiner Gemeinde, zum Beispiel am Immanuel-Kant-Gymnasium. Quelle: Amelie Thiemann
Lachendorf

Als neues Baugebiet ist ein 24 Hektar großes Waldstück zwischen Wiesenstraße und dem Neubaugebiet „Am Südhang“ im Gespräch. Zurzeit warte man auf ökologische Gutachten, doch sobald es von dieser Seite grünes Licht gebe, sollen die Pläne der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Danach werde der Bebauungsplan aufgestellt, erläutert Ostermann. Sollte der Standort nicht für ein neues Baugebiet infrage kommen, werde man "ganz in Ruhe nach Alternativen suchen".

Dass Lachendorf als Wohnort beliebt ist, zeigt die Nachfrage nach Baugrundstücken. "Lachendorf ist familienfreundlich und bietet alles", sagt der Bürgermeister über seine Kommune. Kitas, Schulen, Ärzte und ein intaktes Vereinsleben "spiegeln den Charakter des Dorfes wider".

Auch der Dorfkern soll sich entwickeln. Der Aldi-Markt plant, seine Ladenfläche zu erweitern – wohl noch in diesem Jahr. "Außerdem müssen wir uns mit dem Verkehrswegeplan auseinandersetzen", sagt Ostermann. Da viele Projekte von der Landesbehörde für Straßenbau abhingen, sei die Umsetzung teilweise "schwerfällig", kritisiert Ostermann. "Wir würden mehr machen." Auch wegen der neuen Baugebiete und dem damit verbundenen zusätzlichen Druck auf Lachendorfs Infrastruktur sei es wichtig, dass eben diese mit der Entwicklung Schritt hält.

Zum Beispiel bereitet die Kreuzung Bahnhofstraße/Oppershäuser Straße der Gemeinde schon länger Kopfschmerzen. Die alte Ampelanlage schaltet nicht bedarfsgerecht und müsste aufwendig nachgerüstet werden – zu einem stolzen Preis. Alternativ könnten separate Abbiegespuren geschaffen werden, dafür müsste jedoch die Brücke verbreitert werden. Ostermann könnte sich auch eine Holzbrücke für Fußgänger und Radfahrer, die schlicht neben die bestehende Brücke gebaut wird, vorstellen. "Aber ich weiß nicht, ob das überhaupt zulässig ist", sagt Ostermann. Bei der Kreuzung gehe es "um richtig Geld", in diesem Jahr wolle man intensive Gespräche führen und eine Lösung anstoßen.

Der Rehrkamp und eventuell auch der Rehrkampsweg sollen in diesem Jahr ausgebaut werden. 1,4 Millionen Euro stehen dafür im Haushalt bereit. Der Verwaltungsausschuss berät und entscheidet am 25. Januar in einer nicht-öffentlichen Sitzung über die Bauarbeiten.

Im Rahmen des niedersächsischen Förderprogramms der Dorfentwicklung "Aschau-Niederung" wird die Ortsdurchfahrt in Jarnsen neu gestaltet. "Das ist schon alles genehmigt. Sobald es das Wetter zulässt, wird gebaut", sagt Ostermann. Er lobt das Engagement der Bürger, die an den Plänen gearbeitet haben, und freut sich über den gefundenen Konsens. Für Gockenholz ist ein Dorfgemeinschaftshaus mit einem Kinderspielplatz im Gespräch, allerdings steht eine Entscheidung diesbezüglich noch aus.

Von Amelie Thiemann

Heute zeugt nichts mehr von den einst 14 Hügelgräbern am Heideeck zwischen Lachendorf und Gockenholz. Stattdessen wachsen Obst und Beeren auf der Fläche von Landwirt Wilhelm Alps, ein Café lädt zum Verweilen ein. Doch bis 1938 waren zumindest einige Grabhügel noch sichtbar. Ihre Geschichte erzählt Hendrik Altmann auf seinem Blog "Found Places".

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Es wird gebaut in der Samtgemeinde Lachendorf – zwar noch nicht in diesem Jahr, doch die Vorbereitungen für den An- oder Neubau des Rathauses, die Errichtung einer Kindertagesstätte sowie den Bau eines Radwegs zwischen Lachendorf und Beedenbostel laufen 2018 auf Hochtouren. Außerdem wird die energetische Sanierung der Grundschule Lachendorf fortgeführt, ein neues Löschfahrzeug angeschafft und eine aufwendige EU-Verordnung umgesetzt, kündigt Samtgemeindebürgermeister Jörg Warncke mit Blick auf das neue Jahr an.

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Eine Million Euro will die Gemeinde Lachendorf im kommenden Jahr in neues Bauland investieren. Die Summe steht im Haushalt 2018 bereit. Auch für die beiden darauffolgenden Jahre sind jeweils eine weitere Million für den Erwerb von neuem Bauland vorgesehen. Wo ein Neubaugebiet entstehen soll, darüber hat der Gemeinderat noch keine abschließende Entscheidung gefällt. Einen recht konkreten Plan gebe es aber bereits, sagt UB-Fraktionsvorsitzende Egbert Ehm. Auf dem Waldgrundstück zwischen Wiesenstraße und dem Neubaugebiet "Am Südhang" in Lachendorf sollen rund 80 Grundstücke geschaffen werden. Ein Teil des Waldes, um den seit Monaten gestritten wird, müsste weichen.

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