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Lachendorf Eltern und Erzieher in Eldingen atmen auf
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Lachendorf Eltern und Erzieher in Eldingen atmen auf
17:29 17.05.2019
Von Carsten Richter
Mehr Kinder sollen einen Betreuungsplatz bekommen: Der zuständige Fachausschuss hat die ersten Schritte dazu in die Wege geleitet. Quelle: Meike Boeschemeyer
Lachendorf

Am Schluss war die Erleichterung unter den Eltern und Kindergarten-Leiterinnen spürbar. Der Sport-, Jugend-, Sozial- und Kulturausschuss der Samtgemeinde Lachendorf hat am Mittwoch ein deutliches Signal für eine verbesserte Betreuungssituation in den Kindertagesstätten gesendet. Eltern hatten in der Vergangenheit sauer auf den Engpass reagiert.

Außenstelle in Beedenbostel weiternutzen

Einstimmig sprach sich das Gremium für eine Erweiterung der Einrichtung in Eldingen sowie des Lachendorfer Kindergartens Lummerland aus. Bis zur Fertigstellung einer neuen Krippe soll zudem die eingerichtete Außenstelle in Beedenbostel weitergenutzt werden. Außerdem soll der Kindergarten in Hohne entweder saniert werden oder einen Neubau bekommen. Und noch eine gute Nachricht: Auch wenn die Kinderzahlen künftig wieder zurückgehen, sollen die Gruppen beibehalten werden. Dadurch erhoffen sich Politik und Verwaltung, den Kindern eine bessere Betreuung zu ermöglichen und gleichzeitig die Erzieher zu entlasten. Die endgültige Entscheidung trifft am 20. Juni der Samtgemeinderat.

Baby-Boom erschwert Situation

Rund 40 Bürger, überwiegend Eltern aus Eldingen, waren zu der Sitzung in den Olen Drallen Hoff gekommen. Die vergleichsweise hohe Zahl an Besuchern hat gezeigt, wie groß der derzeitige Engpass bei Kita-Plätzen besonders in Eldingen ist. Ein plötzlicher Baby-Boom und der beschlossene Rechtsanspruch sowie die Beitragsfreiheit erschweren derzeit die Betreuungssituation – allenorts werden deshalb Kitas gebaut.

Warncke: Eldingen hat Priorität

„Eine weitere Krippe in Eldingen ist zum jetzigen Zeitpunkt sinnvoll, langfristig aber nicht“, sagte Samtgemeindebürgermeister Jörg Warncke zu Beginn der Sitzung. Der Verwaltungschef betonte, dass wegen des demografischen Wandels die Einwohnerzahlen zurückgehen würden. Nichtsdestotrotz habe Eldingen bei der Schaffung von Betreuungsplätzen derzeit Priorität.

Mehr Kinder in der Samtgemeinde Lachendorf sollen einen Betreuungsplatz bekommen. Dafür hat der zuständige Ausschuss nun die Weichen gestellt. Die endgültige Entscheidung trifft der Rat am 20. Juni.  Quelle: Carsten Richter

105 Kinder bekommen Platz

Dort will die Verwaltung an der Arno-Schmidt-Straße eine Zwei-Gruppen-Krippe errichten und den derzeitigen Krippenraum im Kindergarten Regenbogen am Sportplatz für die Aufnahme einer weiteren Kindergartengruppe umgestalten. Mit drei Kindergarten- und zwei Krippengruppen bekommen dann 105 Kinder einen Betreuungsplatz. Die Außenstelle in Beedenbostel war ursprünglich nur bis 2020 genehmigt und soll nun bis zum Kindergartenjahr 2021/22 fortgeführt werden. Außerdem hat sich der Ausschuss dem Vorschlag aus dem Rathaus angeschlossen, das „Lummerland“ zusätzlich mit Funktionsräumen auszustatten.

SPD: "Zufriedenstellend reagiert"

Die Ideen der Verwaltung zur Entspannung der Lage stießen bei den Ausschussmitgliedern auf Zustimmung. „Mit den Vorschlägen können wir gut leben“, sagte Erhard Thölke (SPD). Mit den vielen Geburten und den Entscheidungen des Landes sei eine „unerwartete Situation“ eingetreten. Die Kritik der Eltern und der Erzieher sei verständlich. „Aber wir haben darauf zufriedenstellend reagiert“, so Thölke. In Hohne müsse untersucht werden, ob der bisherige Kindergarten bestehen bleiben könne oder ein Neubau notwendig sei, sagte der frühere langjährige Bürgermeister.

CDU: Eltern sind verunsichert

Helmut Westermann (CDU) betonte, dass die Eltern durch die angespannte Situation verunsichert seien. Es sei „in Ordnung“, dass Betreuungsplätze nicht nur nach Lachendorf, sondern auch in die Außenbereiche der Samtgemeinde verlagert würden.

Grüne: Container wären Katastrophe

Christian Brandes (Grüne) sprach von einer „guten Konzeption“ der Verwaltung. Es sei richtig, dass vom Containerbau als vorübergehende Lösung Abstand genommen worden sei. „Das wäre eine energetische Katastrophe“, so Brandes. Annette Urbanke (UB) sagte, die Verwaltung sei „von der Politik des Landes“ überrannt worden.

Förderung des Landes

Die zusätzlichen Krippenplätze werden vom Land mit je 12.000 Euro gefördert. Nach dem eindeutigen Votum des Ausschusses ist es sehr wahrscheinlich, dass auch der Rat seine Zustimmung erteilt. Ist dies der Fall, könnte nach dem Haushaltsbeschluss im November und der Ausschreibung im kommenden Jahr der Bau der neuen Kita in Eldingen beginnen, die dann im Sommer 2021 bezugsfertig wäre.

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