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Lachendorf Wer bezahlt Anbau an Lachendorfer Kant-Gymnasium?
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Lachendorf Wer bezahlt Anbau an Lachendorfer Kant-Gymnasium?
17:17 24.01.2018
Von Christopher Menge
Der Anbau am Immanuel-Kant-Gymnasium Lachendorf wird etwa 1,8 Millionen Euro kosten. Gefragt ist jetzt der Niedersächsische Kultusminister Grant Hendrik Tonne (kleines Bild). Quelle: Alex Sorokin
Lachendorf

„Wir haben ein Gymnasium für G8 gebaut“, sagt der Verwaltungschef. „Dann hat das Land G9 beschlossen.“ Nach dem Konnexitätsprinzip habe der Landkreis, der Schulträger aller weiterführenden Schulen ist, daher einen Anspruch auf einen finanziellen Ausgleich. „Die Mehrkosten entstehen durch die Entscheidung des Landes“, sagt Wiswe, der den neuen Niedersächsischen Kultusminister Grant Hendrik Tonne angeschrieben und um eine Stellungnahme gebeten hat. Bisher gab es noch keine Rückmeldung. Der Celler Verwaltungschef hat Verständnis, dass sich der neue Minister nach dem Regierungswechsel in Hannover noch einarbeiten muss, drängt aber auf eine Antwort. Schließlich ist nicht mehr viel Zeit.

Mitte der 2000er Jahren war am südlichen Ortsrand von Lachendorf das moderne Schulgebäude nach den neuesten Gesichtspunkten, ausgelegt für acht Jahrgänge und Abitur nach der zwölften Klasse, gebaut worden. Durch die von der rot-grünen Landesregierung beschlossene Rückkehr zu G9, also Abitur nach 13 Schuljahren, fehlen dem Immanuel-Kant-Gymnasium in Kürze Räume.

Allerdings wird sich der Landkreis Celle auch selbst an den Kosten für den Anbau beteiligen müssen, denn die bevorstehende Platznot rührt nicht nur aus der Rückkehr zu G9. Der sechste und achte Jahrgang des Gymnasiums sind fünfzügig, geplant waren aber ursprünglich nur vier Züge. 839 Schüler lernen in diesem Schuljahr am Immanuel-Kant-Gymnasium.

„Wir brauchen den Anbau“, hatte Schulleiter Jörg Mollenhauer daher bereits im November betont. Mittlerweile sei auch das Lehrerzimmer zu klein, da über 70 Lehrer an dem Lachendorfer Gymnasium unterrichten.

Der Ort Lachendorf wächst unaufhörlich. Von dem im vergangenen Jahr erschlossenen Neubaugebiet am Immanuel-Kant-Gymnasium sind bereits fast alle 80 Grundstücke verkauft. Ein Ende der großen Nachfrage nach Bauland ist noch lange nicht in Sicht. Als neues Baugebiet ist ein Teil des Waldes zwischen Wiesenstraße und dem Neubaugebiet „Am Südhang“ im Gespräch. Das trifft bei einigen Bürgern einen besonderen Nerv.

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