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Lachendorf Zweitstärkster Jahrgang: 88 Abiturienten verlassen Immanuel-Kant-Gymnasium
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Lachendorf Zweitstärkster Jahrgang: 88 Abiturienten verlassen Immanuel-Kant-Gymnasium
11:18 23.06.2018
Schulleiter Jörg Mollenhauer mit den Jahrgangsbesten Manjana Alex (Notendurchschnitt 1,1, links) und Patricia Schröder (1,4). - Quelle: Doris Hennies
Lachendorf

Lachendorf. Die Begrüßung der Schüler und Eltern, des Lehrerkollegiums samt Verwaltung, der Vertreter von Gemeinden sowie aller übrigen Gäste übernahm der neue Schulleiter Jörg Mollenhauer – und auch eine kurze Auflistung der „trockenen Statistik“: Es war der zweitstärkste Jahrgang der Geschichte des (noch jungen) Gymnasiums. 88 Schülerinnen und Schüler haben mit dem bestandenen Abitur die allgemeine Hochschulreife erlangt. Zehn von ihnen erreichten die Eins vor dem Komma – darunter als Beste Manjana Alex (1,1) gefolgt von Patricia Schröder (1,4). Der Abiturnoten-Durchschnitt liegt bei 2,64 und damit höher als in den vergangenen drei Jahren. Damit ist wohl auch die Sorge wegen des diesjährigen „Dezernenten-Abiturs“ – unter Aufsicht der Landesschulbehörde – als unbegründet bewiesen.

Es war Mollenhauers erste Abitur-Entlassungsfeier. Als bekennender „Kantianer“ und sich dem diesjährigen (offenbar schwer geborenen) Abi-Motto „We Kant believe it“ annehmend, konnte er seiner altphilologischen Profession (er unterrichtet auch Latein) nicht widerstehen und gab den Hauptpersonen im Saal Folgendes mit auf den Weg: „Sapere aude“ – was meist in der Interpretation Immanuel Kants zitiert wird, der es 1784 zum Leitspruch der Aufklärung erklärte: „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“ Kant habe allerdings den fundamentalen Spruch von Horaz übernommen – analog nun auch Mollenhauers Rat für die Zukunft: „Frisch gewagt ist halb gewonnen, deshalb wagt es, weise zu sein – und fangt jetzt damit an.“

Ganz so klassisch setzten sich die nachfolgenden Redner nicht mit der Zukunft der jungen Erwachsenen auseinander. Als Vertreter der Kommunen griff Bürgermeister Günter Berg aus Eschede den sozialgesellschaftlichen Aspekt auf und bat die Abiturienten um ihren „Einsatz für eine soziale, gerechte Gesellschaft: Nutzen Sie Ihren Bildungsstand, um Einfluss zu nehmen, sich gegen Missstände, Ungleichheit und Ignoranz zu stellen und haben Sie den Mut zum Widerspruch gegen Hass und Gewalt. Christine Brese übernahm von Seiten der Eltern den Dank an die Schule und Lehrer für ihre so offensichtlich gute Arbeit und die Bereitschaft, mit Eltern und Schülern zusammenzuarbeiten. Die launigste Rede hielt Jahrgangsstufenleiterin Petra Voll-Veth. Sie erinnerte an die verschiedenen teils lustigen, teils abenteuerlichen Etappen im Gymnasiastendasein – zum lauten Vergnügen der nun ehemaligen Schüler.

Von Doris Hennies

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