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Nienhagen Bombe in Nienhagen entschärft
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Nienhagen Bombe in Nienhagen entschärft
13:43 13.06.2010
Thomas Gesk Sprengmeister der Polizei Hannover mit der 250 Kilo Bombe Quelle: Tore Harmening
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Nienhagen

Mehr als 600 Bomben hat Sprengmeister Thomas Gesk bereits unschädlich gemacht. Doch Routine gibt es für ihn nicht. „Das wäre auch gefährlich, denn Routine verleitet zu Fehlern“, sagt Gesk. Die darf er sich nicht erlauben, zumal die Gefahr im Laufe der Jahre gewachsen ist. „Der Sprengstoff bildet Kristalle. Das macht die Bomben gefährlicher“, erklärt der Sprengmeister.

Doch gestern im Wald bei Nienhagen lief alles glatt. Mit einem neuen Verfahren, bei dem die Zünder unter hohem Druck mit einem Wasser und Sand-Gemisch aus der Bombe geschnitten werden, wurde die tödliche Ladung unschädlich gemacht. Es handelt sich um eine amerikanische 250-Kilo-Bombe. Über die Luftbildauswertung war die Kampfmittelbeseitigung auf den Blindgänger gestoßen. Der Sprengkörper verfehlte wohl beim Luftangriff auf die Raffinerie im April 1945 sein Ziel.

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Zufrieden zeigte sich auch Stefan Hausknecht vom Ordnungsamt der Samtgemeinde Wathlingen mit dem Ablauf der Aktion. Ab 16 Uhr wurde das Gebiet in einem Radius von einem Kilometer abgesperrt. „Alles verlief ohne Probleme“, sagt Hausknecht. 41 Feuerwehrleute aus der Samtgemeindefeuerwehr Wathlingen und acht Polizeibeamte waren im Einsatz, um die Straßen und kleinen Feldweg zu sperren. Vor der Entschärfung flog noch einmal ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera über den Wald, um sicher zu stellen, dass sich keine unbefugten Personen in dem Bereich befinden.

Am kommenden Donnerstag wird im gleichen Waldstück ein zweiter Blindgänger entschärft.

Von Tore Harmening