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Nienhagen "Erdenbürger" Makel greift große Themen auf
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Nienhagen "Erdenbürger" Makel greift große Themen auf
21:11 20.01.2019
Von Carsten Richter
Bürgermeister Jörg Makel und seine Stellvertreterinnen Elisabeth Binz (links) und Rosemarie Mikolaiczak begrüßten rund 160 Gäste im Hagensaal.  Quelle: David Borghoff
Nienhagen

Es war ein Bürgerempfang der besonderen Art. Nicht die lokalen Begebenheiten standen am Freitagabend in Nienhagen im Vordergrund, sondern das Weltgeschehen. Rund 160 Gäste waren der Einladung von Bürgermeister Jörg Makel in den Hagensaal gefolgt. Der Sozialdemokrat stellte die großen Themen Klima und Frieden in den Mittelpunkt. Die musikalische Untermalung kam vom Celler Chanson-Duo „MademoiCelle“.

Prominente kommen zu Wort

Der Abend stand unter dem Motto „Die Nation Erdenbürger zieht in den Frieden“. Dabei war Makel nicht der alleinige Redner. Durch auf der Leinwand eingespielte Beiträge von Prominenten wurde der Empfang zu einer kurzweiligen Veranstaltung: Astronaut Alexander Gerst kam genauso zu Wort wie Rocklegende Udo Lindenberg und Philosoph Richard David Precht. Die Band „Dota“ sang über den Unsinn von Grenzen, Kabarettist Hagen Rether gab seine Gedanken zu Wutbürgern preis.

"Was können wir vor Ort erreichen?"

Makel leitete zu den Einspielern über. Nachdem Precht über den ökologischen Kollaps als größte Gefahr gesprochen hatte, fragte der Bürgermeister: „Was können wir vor Ort erreichen? Ich hoffe, dass wir kreativ und mutig sind.“ Gersts mahnende Worte aus dem All zur Verschmutzung der Meere oder sinnlosen Kriegen griff Makel ebenfalls auf: „Vieles davon betrifft uns selbst. Wir müssen unsere Meinung hinterfragen.“

Aufmerksamkeit für 17-jährige Shazia

Besondere Aufmerksamkeit wurde der 17 Jahre alten Shazia Momand zuteil. Die Jugendliche aus Afghanistan wohnt seit zwei Jahren in Nienhagen. Die Hobby-Künstlerin hat ein Bild zu den Krisen der Welt gemalt, das am Freitagabend erworben werden konnte.

„Ich will nicht den Zeigefinger schwingen“, sagte Makel abschließend. „Aber ich konnte nicht einfach über den Finanzhaushalt oder unsere Vorhaben in diesem Jahr sprechen. Diese Botschaft war mir viel wichtiger“.

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