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Nienhagen Falkennachwuchs ist tot
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Nienhagen Falkennachwuchs ist tot
17:01 08.07.2011
Von Simon Ziegler
Gerhard Papenburg vom Naturschutzbund Nabu mit Quasimodo im Kirchturm – im Hintergrund die Nienhagener Pastoren Quelle: nicht zugewiesen
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Nienhagen

Für die diesjährige Brutsaison wurde erstmals eine spezielle Kamera installiert, die die Bilder aus dem Falkenkasten Tag und Nacht übertrug.

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Zunächst schlüpften fünf Küken in dieser Brutsaison, wobei nur ein Jungvogel überlebte – und dieser wurde Quasimodo getauft, weil er einen verkrüppelten rechten Greif hatte und nicht einmal aufrecht sitzen konnte. An diesem Montag wurde der Jungvogel schließlich von Mitarbeitern des Naturschutzbundes (Nabu) in eine Tierärztliche Klinik nach Celle gebracht, berichtet der Nienhäger Pastor Uwe Schmidt-Seffers. Dort wurde Quasimodo untersucht, geröntgt und eine wahrscheinlich genetisch bedingte Fehlstellung des rechten Beines diagnostiziert.

Da Falken ihre Beute mit den Fängen greifen müssen, wäre der Falke in der Natur also unweigerlich verhungert. Auch eine Volierenhaltung, etwa im Artenschutzzentrum Leiferde, wäre nicht möglich gewesen, da er nicht einmal auf einem Ast hätte sitzen können. Aus diesen Gründen wurde der Jungvogel jetzt durch ein überdosiertes Narkosemittel eingeschläfert.

Jetzt denken die Nienhagener Turmfalkenfreunde bereits an das kommende Jahr und hoffen, dass in der nächsten Brutsaison der Turmfalkennachwuchs flügge wird.