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Nienhagen Freibad Papenhorst wird saniert
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Nienhagen Freibad Papenhorst wird saniert
10:54 13.06.2010
Von Simon Ziegler
Treffen mit Grube zu Freibad-Sanierung Papenhorst Quelle: nicht zugewiesen
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Papenhorst

Heute seien es vielleicht noch 2500 Gäste, wenn es gut läuft. Der Parkplatz vor dem Bad habe früher trotzdem ausgereicht, ergänzt Wolfgang Grube, als Bürgermeister der Samtgemeinde Wathlingen quasi der Hausherr, denn die Samtgemeinde ist Träger des Bades. Während vor dreißig Jahren drei oder vier Gäste in einem Auto kamen, fahren heute viele alleine vor. Die Folge ist akuter Parkplatzmangel.

Dass die Gesellschaft heute eine andere ist als noch vor dreißig Jahren, muss in diesen Tagen nicht nur der ehemalige Kaufhaus-Gigant Karstadt erfahren. Auch die Besucherzahlen in Schwimmbädern sind nicht mehr mit den 60er oder 70er Jahren vergleichbar, überall. Es gibt heute viel mehr Freizeitangebote als früher, mit denen Schwimmbäder um Gäste konkurrieren – und für viele ist der Dorfstrand am 25-Meter-Becken nicht mehr zeitgemäß.

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Die Samtgemeinde Wathlingen hält trotzdem am Hallenbad in Nienhagen und am Freibad in Papenhorst fest, denn die Bäder bedeuten trotz der heutigen Besucherzahlen einen Standortvorteil gegenüber den Nachbarkommunen. 1,5 Millionen Euro nimmt die Samtgemeinde jetzt in die Hand, um das Bad, das im Jahr 1963 gebaut wurde, zu sanieren. „Wir müssen attraktiver werden“, sagt Grube, „und insbesondere die jungen Familien ansprechen“.

Nachdem die Politik grünes Licht gegeben hatte, ist die Verwaltung bereits in die Ausschreibung für das Projekt gegangen. Anfang September rollen die Bagger. Dann wird das bisherige Nichtschwimmerbecken verschwinden, weil die Wasserfläche verkleinert werden soll, um Kosten zu sparen. Dort soll stattdessen eine Strandlandschaft entstehen. Dafür wird das Schwimmerbecken vergrößert und der Nichtschwimmerbereich integriert. Als besonderes Schmuckstück wird ein neues Plantschbecken entstehen, drei miteinander verbundene Becken mit unterschiedlichen Wassertiefen. Zudem wird der marode Beckenkopf saniert. Außerdem ist eine „optische Trennung“ in Form einer Brücke über das dann einzige Badebecken geplant.

Mit dem Millionenvorhaben sollen die Betriebskosten gesenkt werden, heißt es. Bislang schießt die Samtgemeinde jährlich rund 300000 Euro in das Bad. Künftig würden jährlich rund 2000 Kubikmeter Wasser weniger verbraucht werden, Einsparungen gibt es auch beim Chlor. Ein benachbarter Landwirt wird künftig zudem die Wärme für das Bad liefern.

Ab September wird das Freibad in Papenhorst saniert. Das Nichtschwimmerbecken wird verschwinden, das Schwimmerbecken vergrößert, die Plantschzone modernisiert und eine Strandlandschaft entstehen. 1,5 Millionen Euro investiert die Samtgemeinde Wathlingen als Träger des Schwimmbades, um den Besuchern ein attraktives Freizeitangebot zu bieten.

Das linke Becken wird es in der kommenden Freibadsaison nicht mehr geben, dafür wird das rechte Becken hinter dem Schwimmmeister-Häuschen vergrößert. Wathlingens Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Grube (links) – hier zusammen mit Schwimmmeister Karlheinz Glück auf dem Drei-Meter-Turm – muss die Betriebskosten in den Griff kriegen.  Foto: Ziegler

Freizeitangebot im Celler Südkreis

Ab September wird Freibad Papenhorst saniert

„Attraktiver werden, um junge Familien anzusprechen“

Nichtschwimmerbecken verschwindet, Strandlandschaft entsteht / Investition von 1,5 Millionen Euro