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Nienhagen Stimmgewaltiges Supertalent, Sandbilder und Tanzglanz
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Nienhagen Stimmgewaltiges Supertalent, Sandbilder und Tanzglanz
18:43 28.01.2018
Von Operettenmelodien bis zum Volkslied, Supertalent Ricardo Marinello bot einen ungewöhnlichen Liederabend.  Ein Höhepunkt bereits im Vorprogramm: Die Tanzschule "Bodytalk" lieferte eine Kostprobe ihres Könnens. Quelle: Oliver Knoblich
Nienhagen

„Bella, bella, bella Marie, bleib‘ mir treu, ich komm‘ zurück morgen früh“, singt und summt ganz leise der Publikumschor im voll besetzten Hagensaal. Ricardo Marinello hat seine mehr als 200 Gäste gebeten, ihn bei den „Capri-Fischern“ zu unterstützen. Lange bitten musste er nicht, im Sturm hat er die Herzen der Nienhagen-Kulturfreunde erobert. Der junge Mann präsentiert etwas, das nur noch selten den Weg auf die Bühne findet, und gleichzeitig steht er für ein aktuelles TV-Unterhaltungsformat. Das RTL-„Supertalent“ des Jahres 2007 intoniert Operettenmelodien, Filmmusik, Schlager und Volkslieder.

Der Tenor ist zwar Italiener, was dem Vortrag des südeuropäischen Liedguts wie „Volare“, „Granada“ oder „O sole mio“ eine besondere Note verleiht. Nach der Pause lässt er mit dem Satz „Jetzt sin ma locker“ jedoch den Rheinländer durchscheinen und verrät seine zweite Heimat, die ihn wie Italien musikalisch geprägt hat. Seine ebenso aufschlussreich wie unterhaltsam dargebotenen Zwischenmoderationen offenbaren große Kenntnis und tiefe Verehrung für Operettenkomponisten des deutschsprachigen Raums wie Robert Stolz und Franz Lehár. „Und nun das Operettenlied schlechthin – ‚Dein ist mein ganzes Herz‘“, moderiert Marinello kurz an und lässt dann den gesamten Umfang seiner Stimme spielen.

Und der europäische Bogen des besonderen Kulturabends spannt sich mit dem Mann am Klavier, der mit seinem Solo „Piazzolla libertango“ einen Hauch von Tango durch den Saal wehen lässt, und der Dame in Schwarz, die bei einigen Musikstücken die Bühne betritt, noch weiter. Der Pianist Mikhail Berlin stammt aus Moskau und auch der Akzent der Sandmalerin Iryna Chaplin deutet einen osteuropäischen Hintergrund an. „Wenn sie den Sand hinstreut, ist es, als ob er tanzt“, fasst Zuschauerin Karin Robel aus Wathlingen ihren Eindruck in der Pause in Worte. Das Sprachbild sowie die hauchzarte Formung zu Bildern, die sich sekündlich verändern und der Musik ein Gesicht verleihen, passen zum ersten Höhepunkt der Ni-Ku-Show, der sich dieses Mal schon im Vorprogramm fand.

Die Celler Tanzschule „Bodytalk“ gab mit einem begeisternden Querschnitt aus unterschiedlichen Tanzstilen von Modern Dance bis zu klassischem Ballett Einblick in ihre Arbeit. „Ich finde es gut, dass den Tänzern hier Gelegenheit gegeben wird, aufzutreten. Ich habe früher Steptanz gemacht, ich weiß, wie schwer der erste Auftritt vor Publikum ist“, zeigt sich Heidi Hillmann, die mit ihrer Freundin aus Celle gekommen ist, so beeindruckt vom Vor- wie vom Hauptprogramm. Die Darbietung des „Bodytalk-Ensembles“ fügte sich nahtlos ein in die ungewöhnliche, aber sehr gelungene Kombination verschiedener künstlerischer Ausdrucksmittel, für die das Ni-Ku-Publikum mit stehenden Ovationen dankt. (ahs)

Von Anke Schlicht

„Welches Glück wir haben, dass wir in dieser Gesellschaft, an diesem Ort leben dürfen“ – mit diesen Worten läutete Nienhagens Bürgermeister Jörg Makel am Freitag den traditionellen Bürger-Neujahrsempfang im gut besuchten Hagensaal ein. Im vergangenen Jahr habe man in der Gemeinde das ein oder andere gut entwickeln können, freute sich Makel, der zwar auch den harten Sparkurs nicht unerwähnt ließ, den Nienhagen derzeit fahren muss, sich in seiner Rede offenbar aber vor allem auf Positives konzentrieren wollte.

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