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Wathlingen Aus uralten Pfeifen erklingen in Wathlingen frische Töne
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17:48 07.01.2018
Die Sanierung hat sich gelohnt: Ulrike Franke-Hubert an der rundum erneuerten Orgel der Wathlinger St.-Marien-Kirche. Quelle: David Borghoff
Wathlingen

Wathlingen.

Die rund 250 Gäste, darunter zahlreiche Spender, genossen ein Konzert mit Stücken quer durch alle Schaffensperioden alter bis neuzeitlicher Komponisten. Den Anfang machte Ulrike Franke-Hubert. Ihr Programm begann mit Buxtehude – das Präludium C-Dur kam klanglich „lustig dahergehüpft“ und sorgte für einen fröhlichen Einstieg. Beethovens Adagio bekam eine sehr „moderne“ Interpretation mit ungewohnter Taktung, wodurch das Stück von seinem eigentlichen imposanten Schmelz verlor. Es folgten Mendelssohn-Bartholdys, ein beherzt zugegriffenes Allegro maestoso und das Neuarrangement zu „Ein feste Burg ist unser Gott“ von Ralf Albert Franz sowie eine eigene Orgelbearbeitung zu „gen Himmel aufgefahren ist“. Als gekonnte Zugabe gab es ganz epochal „Rule, Britannia!“.

Reinhold Brunotte löste die Dame an der Orgel ab und sorgte mit einem Mix von Alt und Jung für anerkennenden Beifall. Die Sonate in C von Guiseppe Sigismondo und noch mehr die Toccata in C von Johann Pachelbel lockten mit all ihren Läufen und atemlosen Verzierungen alles aus den Fingern und den frischpolierten Flöten heraus. Die beiden Stücke aus dem Band „20 Pop-Stücke für Orgel“ von Michael Schütz brachten eine nette populär-moderne Note in das Programm. Traurig-düster und getragen erfüllte dagegen das Adagio G-Moll von Tommaso Albinoni den Raum. Einzig dem Präludium von Felix Mendelssohn-Bartholdy fehlten, gefällig gespielt, ein bisschen Pepp und Griffigkeit.

Als Letzter im Bunde übernahm schließlich Christopher Ledlein die Register. Glänzend gespielt von ihm: Georg Böhms Fassung von „Gelobe seist du, Jesu Christ“ – Variationen, spielerische Verzierungen und Triller, die gerade in seinem klaren Anschlag und austaxierten unaufgeregten Spiel sehr gut herauskamen – mehr Gefühl, weniger Fingerfertigkeitswettbewerb. Auch seine Bach-Interpretation „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ in Variationen hatte eine gute Taktung und war sauber gespielt. Alexandre Guimant „Offertoire“ dagegen hätte etwas mehr Drama – als klassisch-romantische Komposition – vertragen.Die mit rund 12.000 Euro selbst aufgebrachten Spendengelder für die Rundumsanierung der Orgel haben sich in jedem Fall rentiert.

Von Doris Hennies

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Die Familie des Patienten sei unglaublich dankbar. Als die Betreuerin der DKMS diesen Satz zu Jan Tomczak gesagt hat, bekam der 29-Jährige Gänsehaut. „Wenn man sich in die Situation reindenkt – das ist ein tolles Gefühl“, sagt der Wathlinger, der einem an Leukämie erkrankten Menschen mit einer Stammzellspende die Chance auf ein zweites Leben gegeben hat. „Ein Danke-Brief ist mir nicht wichtig, aber es wäre toll, irgendwann zu sehen, dass es dem anderen wieder gutgeht.“

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