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Wathlingen Als Kali- und Erdölförderung zum Alltag gehörten
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Wathlingen Als Kali- und Erdölförderung zum Alltag gehörten
17:14 13.03.2019
Von Oliver Gatz
Bau der "Kasparbahn" in den Jahren 1907 bis 1908.
Wathlingen

„Glück auf, der Steiger kommt − Bergleute und Ölarbeiter aus Burgdorf, Hänigsen und Umgebung“: Diesen Titel trägt eine Ausstellung, die von Samstag, 16. März, ab 14 Uhr bis zum Pfingstmontag, 10. Juni, im Stadtmuseum Burgdorf, Schmiedestraße 6, zu sehen ist. Die Schau erinnert mit zahlreichen Infotafeln und Exponaten daran, dass der Kaliabbau und die Erdölförderung mehr als 100 Jahre ein wichtiger Wirtschaftszweig und eine Existenzgrundlage für Tausende Werksangehörige im Raum zwischen Burgdorf, Hänigsen und Wathlingen darstellten.

Film über Hänigser Bergwerksunglück

Zur den Exponaten gehören unter anderem ein originaler Förderwagen, ein Schienenfahrrad aus den 1950er Jahren, typische Arbeitsgeräte wie Bohrmeißel, Rettungsgeräte (darunter eine sogenannte Dahlbusch-Bombe zur Rettung von verschütteten Bergleuten), ein Pferdewagen, Arbeitskleidung sowie alte Bergmannstrachten. Es gibt ein umfangreiches Begleitprogramm mit Führungen, der Vorführung eines Originalfilmes, der nach dem Hänigser Bergwerksunglück von 1946 entstand, und einem Vortrag mit Adolf Herbst, dem letzten Überlebenden des Bergwerksunglücks von Lengede am 24. Oktober 1963.

Arbeitswerkzeuge und "Kasparbahn"

Modelle von Bohrtürmen und Arbeitswerkzeuge spiegeln den technischen Ablauf der Erdölförderung wider. Zudem richtet die Schau den Fokus auf die Grubenanschlussbahn, die die Kalisalze und Erdölladungen von 1908 bis 1961 an ihre Bestimmungsorte brachte, im Volksmund „Kasparbahn“ genannt. Mit der endgültigen Stilllegung der seit 1913 verbundenen Bergwerke „Riedel“ in Hänigsen und „Niedersachsen“ in Wathlingen endete am 28. Juni 1996 die Geschichte des ortsnahen Kaliabbaus.

Organisiert wird die Ausstellung vom Verkehrs- und Verschönerungs-Verein der Stadt Burgdorf, vom Förderverein Stadtmuseum und der Stadt Burgdorf.

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