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Wathlingen Der Millionen-Bau von Wathlingen
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Wathlingen Der Millionen-Bau von Wathlingen
16:36 29.07.2011
Von Simon Ziegler
Führung durch den bald fertigen 4-Generationenpark Quelle: nicht zugewiesen
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Wathlingen

Der Rohbau steht. Innerhalb weniger Monate haben Bauarbeiter einen 90 Meter langen Betonriegel neben dem Wathlinger Schulzentrum aus dem Boden gestampft, der schon bald den Vier-Generationenpark beherbergen soll. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Fenster, Heizung und Elektronik werden in den kommenden Monaten nach und nach eingebaut, bevor der aufwendige Innenausbau inklusive Kino, Gastronomie, Mensa und Co. in Angriff genommen werden kann. Derzeit sind Dachdecker dabei, das Dach über den Generationenpark zu ziehen.

Der Zeitplan sieht vor, dass die Architekten das Gebäude im März 2012 an die Gemeinde übergeben. Die Eröffnung könnte um Ostern stattfinden, schlägt Bürgermeister Torsten Harms vor, offiziell ist das aber noch nicht.

Mit Gesamtkosten von 5,7 Millionen Euro ist der Park derzeit das größte und teuerste kommunale Bauvorhaben in der Region. Der Bau selbst kostet 4,2 Millionen, dazu kommen der Kaufpreis für das Grundstück und die Erschließung des Baugebietes nebenan. Die ersten sechs Grundstücke sind dort vergeben, berichtet der Bürgermeister.

Seit Wochen führen so genannte Botschafter, rund 20 Bürger aus Wathlingen, denen der Park am Herzen liegt, Interessierte über die Baustelle an der Kantallee. Rund 200 Menschen haben davon inzwischen Gebrauch gemacht. Sie werden über die künftige Bücherei informiert und über den Bereich der Mensa, der auch als Ort von Veranstaltungen für 180 Leute genutzt werden kann. Auf einer Anhöhe über der Mensa zeichnet sich eine Galerie ab, die als Platz zum Kaffeetrinken geplant ist.

Besonders stolz sind sie in Wathlingen auf das Kino, das sich mitten in dem 90-Meter-Bau versteckt. Vier Mal in der Woche könnten hier Filme gezeigt werden, so der Plan. Gedacht ist an eine Art Programmkino, aber auch „moderne Sachen“ sollen laufen. Die Kinoanlage, die in den Unterricht der Schulen integriert werden könnte, kostet allein 110.000 Euro. Der größte Teil wird über Zuschüsse wie die Filmförderung finanziert. Auch die Räume für Stiftung Linerhaus und Jugendpflege zeichnen sich in dem Rohbau bereits ab.

Bis zur Einweihung im kommenden Jahr sind noch etliche Fragen zu beantworten. Beispielsweise ist noch keine Entscheidung gefallen, welcher Gastronom in die Küche einzieht. Von dort aus soll sowohl die Mensa als auch ein Restaurant geführt werden. Und weil die Verantwortlichen glauben, dass die Qualität der Gastronomie eine erhebliche Rolle spielt, wie die Bevölkerung das Großprojekt letztlich annimmt, soll die Entscheidung über den künftigen Küchenchef in aller Sorgfalt getroffen werden. „Das wird keine Fünf-Sterne-Küche, aber man soll dort ein Bier trinken können“, sagt Harms.

Er und die Botschafter wollen erkannt haben, dass sich die Menschen auf den Generationenpark freuen. „Das Dorf begreift jetzt, dass es losgeht“, sagt Ratsmitglied Bernd Michels. Auch Elke Geißler führt Besucher durch den Betonklotz. „Die Leute sind durchweg überrascht. Vor allem die Erwartungen an die Gastronomie sind groß. Wir haben ja auch in Wathlingen nicht groß was, wo man hingehen kann.“

Die nächsten Führungen werden am 2. und 3. August ab 18 Uhr durchgeführt. Anmeldung unter Telefon (05144) 49170.