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Wathlingen FDP-Politikerin Thunich rechnet mit eigenem Ortsverband ab
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Wathlingen FDP-Politikerin Thunich rechnet mit eigenem Ortsverband ab
16:00 12.07.2011
Von Simon Ziegler
Beatrix Thunich darf nicht für FDP kandidieren Quelle: Peter Müller
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Wathlingen

"Der letzte Versuch, den unter Alexander Schadow orientierungslos gewordenen FDP-Ortsverband zu einem liberalen Bekenntnis zu bewegen, scheiterte am Montag", sagte Thunich. Sie hatte versucht, grünes Licht zu bekommen, dass sie bei der Kommunalwahl am 11. September in Wathlingen auf einer eigenen FDP-Liste antreten kann, "um wenigstens in Wathlingen die Fahne der FDP hochzuhalten". Doch ihr Antrag wurde bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung in den Jahnstuben in Nienhagen abgelehnt. Begründung: Auch für den Wathlinger Gemeinderat werde eine Bürgerliche Liste antreten, sagte Schadow. Von den 24 FDP-Mitgliedern stimmte nur Thunich für ihren eigenen Antrag.

Hintergrund ist die Entscheidung des Ortsverbandes vom Januar, bei der Kommunalwahl nicht als FDP, sondern als "Bürgerliche Liste" mit Klaus Gärtner und Ralf Überheim anzutreten. Dieser Beschluss, der auf demokratischem Weg zustande gekommen war, gilt sowohl für die Samtgemeinde als auch für die Mitgliedsgemeinden. Überheim hatte sich, nachdem Kritik aufgekommen war, beim Bundesschiedsmann der Partei bestätigen lassen, dass der Vorgang formal korrekt war. Thunich: "Das war ein formal sauber eingefädelter Coup."

Für die Wathlingerin bedeutet die Entscheidung, dass sie nicht für die FDP antreten darf, obwohl sie sich eine überzeugte Liberale nennt. Da sie eine Kandidatur auf der Bürgerlichen Liste ablehnt, tritt sie als Einzelbewerberin an. Anders im Kreis: Für den Celler Kreistag kandidiert Thunich als FDP-Politikerin.

An Schadow übte sie heftige Kritik. „Ich schäme mich für das Vorhaben des Vorsitzenden des Ortsverbandes, aus rein taktischen Erwägungen mit dem Namen 'Bürgerliche Liste' die Wähler im Kommunalwahlkampf täuschen und sich hinter dem CDU-Abtrünnigen Klaus Gärtner in den Rat schleichen zu wollen.“