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Wathlingen Rat lehnt Gutachten ab
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Wathlingen Rat lehnt Gutachten ab
17:54 20.12.2018
Von Simon Ziegler
Quelle: Birgit Stephani
Wathlingen

Knackige Feuerwehr-Debatte im Rat der Samtgemeinde Wathlingen: Die zukünftige Ausrichtung der Brandbekämpfer in Wathlingen, Nienhagen und Adelheidsdorf hat zu einer Diskussion zwischen SPD und CDU geführt. SPD-Fraktionschef Peter Mahler beklagte eine "Abwesenheit von strategischer Planung", wie er sich ausdrückte. Als Beispiele nannte er die derzeitigen Pläne zur Beschaffung von Feuerwehrautos und zur Modernisierung der Feuerwehrgerätehäuser. So sei der Umbau des Feuerwehrgerätehauses in Adelheidsdorf im Jahr 2017 beauftragt worden, jetzt habe die CDU einen Neubau beantragt. In Wathlingen sei die Anschaffung eines Hubrettungsfahrzeuges 2017 extra auf das Gebäude zugeschnitten worden, auch hier habe die CDU jetzt eine neue Fahrzeughalle ins Spiel gebracht.

CDU für "Zukunftsplan Feuerwehr"

"Wir brauchen ein integriertes Konzept mit neutraler Begutachtung. Denkverbote helfen nicht weiter", sagte Mahler. Die Sozialdemokraten hatten gefordert, ein externes Büro mit einer Analyse der Feuerwehr-Struktur in der Samtgemeinde zu beauftragen. Kostenpunkt: 40.000 Euro. Auslöser der Debatte war ein CDU-Papier aus dem vergangenen Jahr. Die Christdemokraten hatten darin beantragt, das Kommando der Samtgemeinde-Feuerwehr möge einen "Zukunftsplan Feuerwehr" mit Investitions- und Fahrzeugbeschaffungen bis 2020 vorlegen. Inzwischen liegt eine Ideensammlung vor. Es ist eine Ansammlung von Gedanken, was in welcher Gemeinde in den kommenden Jahren nötig ist. Probleme macht zum Beispiel die fehlende Schwarz-Weiß-Trennung. Das bedeutet, dass die nach Einsätzen kontaminierten Uniformen der Feuerwehrleute im selben Raum gelagert werden müssen wie die Privatkleidung.

"Größte Missbilligung des Ehrenamts"

"Das ist die größte Missbilligung des Ehrenamts, die es nur geben kann", sagte CDU-Fraktionschef Torsten Harms, der zugleich Vorsitzender des Feuerschutzausschusses ist, zur SPD-Forderung nach einem externen Gutachten. Er könne nicht erkennen, dass es an strategischer Planung mangele. Susanne Führer (CDU) ergänzte, dass es Expertise auch in den Reihen der eigenen Feuerwehr gäbe.

Die Sozialdemokraten ihrerseits betonten, dass sie hinter den Feuerwehren stünden. "Was vergeben wir uns, wenn wir neutrales Fachwissen dazugewinnen?", fragte Jörg Makel (SPD). Jahrelang sei an den Feuerwehrgerätehäusern in der Samtgemeinde "herumgedoktert" worden, kritisierte er.

Verwaltung soll Ideenpapier erstellen

Die Sozialdemokraten konnten sich mit ihrer Forderung, die Analyse an Externe zu vergeben, nicht durchsetzen. Der Antrag, 40.000 Euro für ein Gutachten auszugeben, überzeugte keine andere Fraktion. CDU, Grüne, UWG, FDP und Bürgerliche Liste lehnten die Forderung allesamt ab. Die Verwaltung der Samtgemeinde soll jetzt aus dem Ideenpapier eine Übersicht erstellen, wie es in Sachen Feuerwehr weitergeht.

Die Politik hat den 11-Millionen-Etat der Samtgemeinde Wathlingen verabschiedet.

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