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Wathlingen In Samtgemeinde Wathlingen steht Umbau von Grundschule und Schwimmbad-Entscheidung an
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16:43 17.01.2018
Von Simon Ziegler
Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Grube freut sich über die Entwicklung in Adelheidsdorf. In diesem Jahr soll der Umbau der Grundschule beginnen. Quelle: Michael Schäfer
Wathlingen

Die Arbeiten an der Grundschule in Adelheidsdorf sind baulich für die Samtgemeinde Wathlingen in diesem Jahr das größte Projekt. Durch Umbau von Hausmeisterwohnung und Dachgeschoss sollen ein Unterrichtsraum sowie Büros geschaffen werden. Insgesamt soll das Vorhaben eine halbe Million Euro kosten. Hintergrund ist, dass die Schülerzahlen an der Grundschule seit Jahren steigen. Die Schule ist durchgängig zweizügig, derzeit besuchen 123 Kinder die Einrichtung. Immer mehr junge Familie ziehen nach Adelheidsdorf, "der Wohnort gewinnt an Attraktivität", sagt Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Grube. Baubeginn wird frühestens im Sommer sein.

Wie es in Sachen Schwimmbäder weitergeht, soll in den kommenden Monaten entschieden werden. Die Samtgemeinde betreibt die beiden Bäder in Papenhorst und Nienhagen. Das kostet viel Geld, jedes Jahr muss eine halbe Million Euro aus Steuermitteln dafür aufgebracht werden. Hinzu kommt der Sanierungsbedarf des Europabades am Jahnring. Es geht um die Frage, ob das Bad saniert oder ein Hallenbereich am Freibad neu gebaut wird. Im nächsten Fachausschuss werden aktuelle Zahlen vorgestellt. "Die Zahlen deuten darauf hin, dass die Sanierung wirtschaftlicher ist", schätzt der Verwaltungschef die Lage ein.

Die Zeit der Diskussionen um ein neues Hubrettungsfahrzeug für die Feuerwehren der Samtgemeinde sind längst vorbei. Die Politik hatte die Anschaffung schon Ende 2015 abgesegnet. Das Fahrzeug, das 520.000 Euro kostet, soll im Juni 2018 geliefert werden. "Mit diesem Wagen ist die Fahrzeugbeschaffung für die kommenden Jahre abgeschlossen", sagt Grube. Ein weiteres Feuerwehr-Thema ist dagegen schon wieder vom Tisch: Vor einigen Monaten waren Überlegungen laut geworden, dass die Brandbekämpfer in Adelheidsdorf und Nienhagen ein gemeinsames Gebäude nutzen könnten. Doch in der Samtgemeinde will man an dem Grundsatz "Jedem Dorf seine Feuerwehr" festhalten. Das Thema wird laut Grube nicht weiterverfolgt.

Konkret sind die Überlegungen für eine neue Städte-Partnerschaft zwischen der Samtgemeinde Wathlingen und der ukrainischen Stadt Truskawez. Eine Absichtserklärung ist bereits unterschrieben, im Dezember war eine zehnköpfige Delegation aus Wathlingen in der Ukraine zu Gast. Im März wird der Samtgemeinderat endgültig eine Entscheidung treffen. Die Ukrainer interessieren sich unter anderem für das hiesige Know-How bei der Abwassertechnik. Langfristig ist ein Schüleraustausch denkbar.

Gute Nachrichten gibt es in Sachen Einwohner-Statistik. Derzeit leben etwa 15.600 Menschen in Wathlingen, Nienhagen und Adelheidsdorf. Die Zahlen steigen seit Jahren kontinuierlich an.

Nach Jahren des Spendensammelns und der Restaurationsarbeiten war es ein verdient-erfolgreicher Abschluss, der am Wochenende mit einem Neujahrs-Orgelkonzert in der St. Marienkirche in Wathlingen festlich begangen wurde. Mit „frischen Tönen aus uralten Pfeifen“ machten sich gleich drei Organisten in dem vollbesetzten Gotteshaus ans Werk, der frischsanierten Orgel neu aufgeputzte Klänge zu entlocken.

07.01.2018

Kristin Werner feierte gerade den Beginn des neuen Jahres, als ihr Telefon klingelte. Am Apparat war die Polizei. Es ging um Werners Haus, das sie in Wathlingens Ortsmitte vermietet. Ein 29-Jähriger war gegen 1.30 Uhr mit seinem VW-Bus in das Gebäude gerast, die Unfallursache unklar. "Das war schon ein Schock", erinnert sich die Hauseigentümerin.

Audrey-Lynn Struck 02.01.2018

Die Familie des Patienten sei unglaublich dankbar. Als die Betreuerin der DKMS diesen Satz zu Jan Tomczak gesagt hat, bekam der 29-Jährige Gänsehaut. „Wenn man sich in die Situation reindenkt – das ist ein tolles Gefühl“, sagt der Wathlinger, der einem an Leukämie erkrankten Menschen mit einer Stammzellspende die Chance auf ein zweites Leben gegeben hat. „Ein Danke-Brief ist mir nicht wichtig, aber es wäre toll, irgendwann zu sehen, dass es dem anderen wieder gutgeht.“

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