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Wathlingen Kaliberg: Wathlinger Umwelt-Aktivisten fordern mehr Transparenz
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16:32 28.06.2018
Von Simon Ziegler
Wathlingen

„Die Firma K+S plant statt einer wirksamen Sanierung durch Beseitigung der Altlast die Abdeckung mit einer Abfalldeponie, die die Auflösung der Halde von unten vermutlich noch verschlimmern würde“, befürchtet Müller. Dazu habe K+S eine wasserrechtliche Genehmigung für Abwassereinleitungen von der Halde in die Fuhse für einen Zeitpunkt in 30 Jahren beantragt. „Eine entsprechende Erlaubnis hält sogar die Rechtsanwältin der Gemeinde Wathlingen für unzulässig“, erklärt Georg Beu von der BI Umwelt Uetze. Der Kreis Celle habe dennoch das notwendige Einvernehmen in Aussicht gestellt.

Laut Müller habe die BI Umwelt Wathlingen den Celler Kreistag aufgefordert, dem Beispiel des Hildesheimer Kreistages – dort im Zusammenhang mit dem Giesener Kaliberg – zu folgen und sich gegenüber der Verwaltung die entsprechende Entscheidung vorzubehalten. Der BI-Chef kritisierte, dass das Thema unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Kreisausschuss behandelt wurde. Finanzielle Mittel für neutrale Experten, die die geforderten Stellungnahmen von LBEG und K+S kritisch prüfen könnten, sollen auch nicht zur Verfügung gestellt werden. „Was haben Kreisverwaltung und Politik zu verbergen?", fragt Müller.

Er hatte die Landkreis-Verwaltung mit seiner Kritik zuletzt auch im Celler Kreistag konfrontiert. Der Landkreis sei aber nicht Herr des Verfahrens, sondern das LBEG, betonte Landrat Klaus Wiswe. "Soweit es aber um Entscheidungen in Bezug auf die Einleitung von Wasser geht, muss mit dem Landkreis Einvernehmen hergestellt werden. Der Kreisausschuss hat sich diese Entscheidung, ob das Einvernehmen hergestellt wird, vorbehalten." Er wies zudem die Kritik zurück, die Kreis-Politik würde hinter verschlossenen Türen über das Thema beraten. Die Diskussionen im Umweltausschuss seien öffentlich.

Kritik kommt auch von den Grünen. Die Öko-Partei hatte beantragt, dass der Kreis Celle ein Gutachten zur Klärung der Versalzung des Grundwassers in Auftrag gibt. „Der Umweltausschuss des Kreistages hatte dieses Gutachten noch empfohlen“, schimpfte der umweltpolitische Sprecher der Fraktion, Gerald Sommer. Stattdessen sei im Kreisausschuss dann ein Änderungsantrag der CDU beschlossen worden. Das Landesbergamt wird darin aufgefordert, das Gutachten der BI Wathlingen zu prüfen. „Die CDU geführte Mehrheitsgruppe macht den Bock zum Gärtner. Bisher hat das Bergamt immer für K+S entschieden. Der CDU-Antrag hat reine Alibifunktion. Wir werden weiterhin ein unabhängiges Gutachten fordern“, erklärte Sommer.

Kreissprecher Tore Harmening bestätigte, dass das LBEG das BI-Gutachten beurteilen soll. Zudem sei die Kreisverwaltung beauftragt worden, beim Bergamt eine gründliche Untersuchung der Versalzung des Grundwassers zu fordern.

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