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Wathlingen Kloster wich Mückenplage
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Wathlingen Kloster wich Mückenplage
09:24 29.07.2016
Von Bernd Kohlmeier
Wathlingen

Agnes von Landsberg wurde 1192 als drittes Kind von Markgraf der Lausitz Konrad II. von Landsberg und Ehefrau Elisabeth geboren. Als fromme Grafentochter wünschte sie sich, ein Kloster zu stiften. „Als sie sich entschloss, um 1221 sich zwischen Aue und Fuhse im heutigen Nienhagen anzusiedeln, gab es dort schon eine kleine Siedlung, die sich ‚die Männer aus dem Wald‘ nannte“, weiß Heimatforscher Wilfried Regener vom Heimatverein Nienhagen.

Während Herzogin Agnes den Klosterstandort wegen der feuchten Lage und einer lästigen Mückenplage nach wenigen Jahren zugunsten von Wienhausen wieder aufgab, durften die Siedler bleiben.

Zu Ehren ihrer Ortsgründerin benannten die Nienhäger den vor über zehn Jahren entstandenen Dorfplatz nach ihrem Namen „Der Dorfplatz blickt auf eine wechselhafte Geschichte zurück“, sagt Regener. Früher lebte die Baronfamilie von Campe dort in einem Gutshof. Erdölpinonier Anton Raky wohnte ab 1928 in dem Schloss, wie es genannt wurde. „Im Zweiten Weltkrieg wurde es beschädigt und 1947 abgerissen. Das Gelände gehörte der Firma Wintershall. Mitte der 1990er-Jahre kaufte die Gemeinde das Gelände“, sagt er. Inzwischen ist viel Leben auf dem Dorfplatz eingekehrt: Es gibt Geschäfte, Fachärzte, Apotheken, Mietwohnungen und ein Altersheim, das auf der Grundfläche des alten Schlosses steht. Im Sommer finden auf dem Dorfplatz Veranstaltungen wie Flohmärkte, Kunst- und Kulturtage statt.