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Wathlingen Wathlinger BI: "Verkehrsprobleme bei Abdeckung der Kalihalde ungelöst"
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Wathlingen Wathlinger BI: "Verkehrsprobleme bei Abdeckung der Kalihalde ungelöst"
16:52 19.01.2018
Von Simon Ziegler
Der Wathlinger Kaliberg soll abgedeckt und rekultiviert werden. Dafür müssen Millionen Tonnen Erde und Bauschutt zum Berg transportiert werden. Quelle: Oliver Knoblich
Wathlingen

Der Bergbaukonzern K+S hat Ende 2017 beim Landesbergamt die Abdeckung der Kalirückstandshalde beantragt. Seit Dienstag liegen die Antragsunterlagen in den Rathäusern der Samtgemeinde Wathlingen, der Samtgemeinde Flotwedel und der Gemeinde Uetze aus. Die Öffentlichkeit kann dort bis zum 15. Februar Einsicht nehmen und bis zum 15. März Einwendungen gegen das Vorhaben vorbringen.

Laut der stellvertretenden Vorsitzenden der Bürgerinitiative Umwelt Wathlingen, Sanna Gutzeit, „hat der Projektleiter für die geplante Haldenabdeckung Anfang 2015 noch geschätzt, dass 40 Prozent des Schwerlastverkehrs durch Nienhagen fahren würde“. Die BI fürchtet massive Verkehrsbelastungen der Dörfer rund um den Kaliberg. Daraufhin seien seitens der Befürworter der Haldenabdeckung diverse Lösungsvorschläge gemacht worden – aus Richtung Ehlershausen eine Umgehungsstraße südlich des Waldgebietes Brand oder ein Förderband mitten durch das Naturschutzgebiet hindurch, so die BI. Deren Pressesprecher Holger Müller erklärte, „dass die BI das immer für unrealistisch gehalten hat“. Jetzt habe K+S solche Transportwege in den Antragsunterlagen auch tatsächlich ausgeschlossen.

Dass nur 5 Prozent des Verkehrs durch Nienhagen und Wathlingen rollen werden, sei Zweckoptimismus. Gutzeit und Müller vermuten, dass dadurch Wathlingens Bürgermeister Torsten Harms "der Rücken freigehalten" werden soll. "Öffentlichkeit und Ratsmitglieder sollen positiv beeinflusst werden. Dann könnte K+S endlich an die dringend benötigten Grundstücke der Gemeinde an der Halde kommen", so die BI weiter.

Die Initiative stellt auch die Frage, wie K+S überhaupt eine Lkw-Steuerung erreichen will. Laut den Antragsunterlagen, sagt Gutzeit, soll bei vertraglich gebundenen Speditionen darauf hingewirkt werden, für die Fahrten bestimmte Routen zu nutzen, bei nicht vertragsgebundenen wären ergänzende Hinweisschilder möglich. Für Gutzeit ist das zu vage. „Wie soll diese Steuerung rechtlich abgesichert, kontrolliert und durchgesetzt werden?“ Laut Gutachten des Verkehrsplanungsbüros sei es für den Betreiber der Deponie schon kaum möglich, die Einhaltung der Empfehlungen auch nur zu überprüfen. "Was bringt es, den Verkehr zwischen den Dörfern hin und her zu verschieben?“, fragt Müller.

Das Unternehmen rechnet täglich mit 200 Fahrten für die Anlieferung des Abdeckmaterials. Die Arbeiten sollen ausschließlich werktags von 6 bis 22 Uhr stattfinden – in der Regel jedoch nur montags bis freitags zwischen 7 und 17 Uhr.

Die Bürgerinitiative bleibt bei ihrem Standpunkt: Wer den massiven Anlieferverkehr verhindern wolle, müsse gegen die Abdeckung kämpfen und sich für das Verbringen der Halde in das ehemalige Bergwerk einsetzen. "Die Angaben aus den Antragsunterlagen zugrunde gelegt, könnten sieben Bagger die Halde in nur zehn Jahren abtragen", so Müller.

Die K+S Baustoffrecycling GmbH plant die Abdeckung und Rekultivierung der Kalirückstandshalde in Wathlingen. Für dieses Vorhaben ist ein Planfeststellungsverfahren mit Umweltverträglichkeitsprüfung und Öffentlichkeitsbeteiligung notwendig. Den Antrag dafür hatte die Tochter der K+S Entsorgung GmbH im Dezember 2017 beim Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) eingereicht.

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