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Wathlingen Im Januar wird Haldenabdeckung erörtert
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Wathlingen Im Januar wird Haldenabdeckung erörtert
06:00 13.12.2018
Von Simon Ziegler
Quelle: Oliver Knoblich
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Wathlingen

Für die geplante Abdeckung und Rekultivierung der Kalirückstandshalde Niedersachsen in Wathlingen ist ein Planfeststellungsverfahren mit Umweltverträglichkeitsprüfung und Öffentlichkeitsbeteiligung notwendig. Ein wesentlicher Bestandteil des Verfahrens der K+S Baustoffrecycling GmbH ist der Erörterungstermin. Wie das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) gestern mitteilte, findet dieser Termin in der Woche vom 7. bis 11. Januar 2019 in der Congress Union in Celle statt.

Während des Erörterungstermins werden unter Leitung des LBEG alle vorher eingebrachten Einwendungen, Stellungnahmen und für die Entscheidung wichtigen Fragen zu dem Vorhaben mit den Einwendern, den Betroffenen, den Trägern öffentlicher Belange, den Naturschutzvereinigungen und dem K+S-Konzern besprochen, so die Behörde.

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32 Stellungnahmen von Behörden

Die Antragsunterlagen zu dem geplanten Vorhaben lagen Anfang dieses Jahres bei den Samtgemeinden Wathlingen und Flotwedel, der Gemeinde Uetze sowie der Stadt Burgdorf öffentlich aus. Daraufhin sind insgesamt 32 Stellungnahmen von Behörden und Naturschutzvereinigungen und etwa 500 Einwendungen von Bürgern eingegangen.

Grundwasser, Verkehr, Lärm, Staub

Schwerpunkte waren dabei laut LBEG Forderungen nach einem Rückbau der bestehenden Halde, die Grundwasserbelastung durch die bestehende Halde, die Gewässerbelastung durch die geplante Einleitung salzhaltiger Wässer in die Fuhse, die zukünftige Verkehrsbelastung, die Verwendung von Bodenaushub und Bauschutt bei der Abdeckung sowie die Belastung der Umgebung durch Lärm und Staub.

Der Erörterungstermin im Januar ist zweigeteilt: Am Montag, 7. Januar, werden die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange und Naturschutzverbände behandelt und am Donnerstag, 10. Januar, die Einwendungen der Bürger. Bei Bedarf wird der jeweilige Termin am Folgetag fortgesetzt.

Ende der Anhörungsphase

Mit dem Abschluss des Erörterungstermins endet die Anhörungsphase. Anschließend beginnt die Prüf- und Genehmigungsphase, in der das LBEG unter Berücksichtigung der Einwendungen, Stellungnahmen und Sachverständigengutachten über die Zulässigkeit des Vorhabens entscheidet.

K+S hatte Ende 2017 beim Landesbergamt die Abdeckung der Kalihalde beantragt. Die Halde könnte nach Konzern-Angaben innerhalb von gut 20 Jahren vollständig abgedeckt und begrünt werden. Vor Ort wird das Vorhaben kritisch gesehen, weil für die Anlieferung des Abdeckmaterials ein starker Lkw-Verkehr einsetzen würde. Außerdem wird befürchtet, dass belasteter Bauschutt am Berg verbaut werden könnte.

Simon Ziegler 12.12.2018
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