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Südheide 75 Hermannsburger Abiturienten überstehen „Vorrunde“
Celler Land Südheide 75 Hermannsburger Abiturienten überstehen „Vorrunde“
11:18 23.06.2018
Die Jahrgangsbesten des Christian-Gymnasiums: Henrike Beyer (Mitte, Notendurchschnitt 1,1) und Malin Reuter (1,4) zusammen mit Schulleiter Michael Zilk. Quelle: Hanna Pralle
Hermannsburg

„Nehmen Sie Ihre Verantwortung für eine demokratische Zukunft aktiv wahr. Hören Sie nie auf zu lernen und selbstständig zu denken“, sagt Zilk an die Abiturienten gerichtet. „Erliegen Sie nicht den Versuchungen marktschreierischer, vermeintlich einfacher und radikaler Lösungen, die zulasten schwächerer Personengruppen gehen. Verteidigen Sie Ihre Freiheit genauso beherzt wie das Recht auf Freiheit für andere Menschen.“

Nach den Worten von Zilk treten die Schülersprecherinnen Helene Meyer und Hannah Prilop ans Rednerpult. Sie nehmen die Abiturienten mit auf eine kleine gedankliche Zeitreise. Die beginnt im Jahr 2010, am Tag der Einschulung in die 5. Klasse. Und damit auch an dem Tag, an dem die Abiturienten ihre akademische Reise am Christian-Gymnasium begannen. Hannah Prilop beschreibt dabei die Gefühlslage und die Aufregung, die wohl alle Abiturienten noch gut in Erinnerung haben. „Und dann kam nach den Sommerferien der große Schock. 'Was, ich bin schon in der Oberstufe?', hörte man von überall die Rufe", so Prilop.

Nach Prilop und Meyer spricht auch Abitur-Jahrgangssprecher Bjarne Rudolf zu seinen Mitschülern: "17.640 endlos lange Schulstunden von der 1. Klasse bis zum Abitur haben wir hinter uns gebracht." Jede dieser Stunden habe jeden Einzelnen von ihnen reichlich Nerven gekostet, was ebenso zum Abi-Motto des Jahrgangs passt: "Abipunktur – jeder Punkt kostet Nerven." Doch nun sind sie am Ziel. Die vielen Punkte und Nerven haben sie zur bestandenen Reifeprüfung geführt.

Doch ganz am Ende ihres Weges sind sie damit noch nicht. Eher am Anfang, wie Martina Wittenburg vom Schulelternrat meint: "Euer Abitur können wir passend zur Weltmeisterschaft mit einem Fußballspiel vergleichen. Die Vorrunde habt ihr geschafft, wenn es auch einige in der Verlängerung noch einmal sehr spannend gemacht haben." Trotzdem seien die Abiturienten noch keineswegs Weltmeister und müssten sich nun dem richtigen Leben stellen.

Zum Schluss der Entlassungsfeier gibt Jahrgangssprecherin Inna Jungmann ihren Mitabiturienten noch mit auf den Weg: "Vielleicht muss der eine oder andere sich seinen Weg erst freischaufeln, vielleicht führt er über Umwege, vielleicht aber kommen wir über die Autobahn direkt ans Ziel. So oder so wird mit Sicherheit jeder von uns seinen Weg finden."

Fehler werden im Leben passieren, meint auch Schulleiter Zilk und rät: "Haben Sie den Mut, umzukehren, wenn Sie in Sackgassen geraten oder einen eingeschlagenen Weg wirklich nicht weitergehen wollen. Machen Sie es gut oder eben besser."

Von Hanna Pralle

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