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Südheide Ausstellung "Rechtsextremismus bekämpfen" in Hermannsburg eröffnet
Celler Land Südheide Ausstellung "Rechtsextremismus bekämpfen" in Hermannsburg eröffnet
18:25 15.01.2018
"So ein wichtiges Thema": Lena Joisten (rechts) und Hannah Porath (Mitte) schauen sich mit einer Mitschülerin die Ausstellung "Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen" im Ludwig-Harms-Haus an. Quelle: Christina Matthies
Hermannsburg

Auf insgesamt 18 Schautafeln weist die Ausstellung auf die Gefahren hin, mit denen der Rechtsextremismus Demokratie und Menschenwürde bedroht. Sie schildert die Grundlagen rechtsextremen Verhaltens und zeigt, welche Formen rechtsextreme Weltbilder sowie Argumentationsweisen annehmen können. „Rechtspopulismus ist kein Randphänomen unserer Gesellschaft“, betonte Jeannette Jung vom Landesbüro Niedersachsen der Friedrich-Ebert-Stiftung. „Und eine starke, gefestigte Demokratie ist das beste Mittel, um rechten Einstellungen entgegenzutreten.“

Michael Zilk sieht deshalb vor allem die Schulen in der Pflicht. „Es ist unsere moralische Verpflichtung, klarzumachen, dass unsere demokratische Gesellschaft nur mühsam erreicht wurde und verteidigt werden muss“, sagte der Direktor des Hermannsburger Christian-Gymnasiums. Umso mehr freute sich Zilk darüber, dass sich elf Schüler der zehnten Klasse seines Gymnasiums im Vorfeld der Ausstellungseröffnung bereit erklärt hatten, sich zu „Ausstellungsguides“ ausbilden zu lassen.

Darunter auch Lena Joisten und Hannah Porath, die in den kommenden Wochen Mitschüler und Gäste durch die Ausstellung führen werden – und für die der außerschulische Einsatz selbstverständlich ist. „Das ist so ein wichtiges Thema, dass sich jeder schon einmal damit auseinandergesetzt haben sollte“, findet die 15-jährige Hannah. „Wir haben es ja noch nie erlebt, wie es ist, nicht in einer Demokratie zu leben“, erklärt Lena (16). „Da hat es mich schon interessiert, zu erfahren, wie das damals eigentlich war.“

Demokratie sei wichtig, aber eben nicht selbstverständlich, ergänzte Dr. Albrecht Schack vom "Verein gegen das Vergessen – für Demokratie". „Die Auseinandersetzung mit rechtsextremer Strömung darf uns nicht unvorbereitet lassen. Und die Stärkung unserer Demokratie kann überall beginnen – warum also nicht auch in Hermannsburg?“

Die Ausstellung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ ist noch bis zum 11. Februar im Ludwig-Harms-Haus, Harmsstraße 2 in Hermannsburg, zu sehen. Sie steht Schulklassen und Gruppen, für die um Anmeldung gebeten wird, sowie Einzelbesuchern von Montag bis Samstag jeweils zwischen 8.30 und 18 Uhr offen. Die Ausstellung, für die es auch Begleitmaterial gibt, ist für Schulklassen und Gruppen ab einem Alter von 14 Jahren geeignet. Auskunft zu Führungen erteilt Helene Pede unter Telefon (05052) 69219 oder per E-Mail an h.pede@elm-mission.net.

Von Christina Matthies

„Ungefähr so wie ein dünner Bleistift“, erklärt Udo Tödter und deutet auf den schmalen Birkenzweig, den er gerade in der Hand hält, „sehr viel dicker darf das Reisig für den perfekten Besen nicht sein.“ Tödter ist Organisator des traditionellen Besenbindens, zu dem die Dorfgemeinschaft Oldendorf nun schon seit mehr als 40 Jahren einlädt. Jedes Jahr im Januar können sich Neulinge und erfahrene Besenbinder nach altem Brauch einen Reisigbesen aus Naturmaterialien binden, mit dem dann die nächsten zwölf Monate Haus und Hof gekehrt werden – so auch am Samstag am Grillplatz in der Oldendorfer Oertzheide.

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