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Südheide Beeindruckender Abend in Hermannsburg: Mendelssohns „Elias“ auf hohem Niveau
Celler Land Südheide Beeindruckender Abend in Hermannsburg: Mendelssohns „Elias“ auf hohem Niveau
12:03 12.03.2018
Dirigent Hans Jürgen Doormann kitzelt in der St.-Peter-Paul-Kirche aus allen Mitwirkenden Leistungen heraus, die ansonsten meist nicht abgerufen werden. Quelle: Oliver Knoblich
Hermannsburg

Schon früher konnte man oft erleben, dass Doormann ein hervorragender Bach- und Mendelssohn-Interpret ist. Seit er jedoch sein offizielles Kirchenmusikamt altersbedingt aufgegeben hat und nur noch zu seinem Vergnügen und dem der Mitmusiker, Sänger und Zuhörer dirigiert, tritt er von Anfang an so geistig entspannt, aber gleichzeitig musikalisch gespannt vor seine Ensembles, dass er keinen Anlauf mehr braucht, um sogleich alle Mitwirkenden zu Höchstleistungen zu motivieren.

Doormanns Chöre waren wie immer bestens vorbereitet. Und selbst wenn es gelegentlich mal etwas wacklig wurde in Einsatzsicherheit und Intonation bei den Damen, so war doch zumeist die Homogenität im Klang und vor allem die musikalische Gestaltungsintensität bewundernswert, ganz besonders in den leisen Momenten. Man hatte bei diesen Chören immer das Gefühl, dass die Choristen nicht nur voller musikalischer Überzeugung sangen, sondern mehrheitlich auch noch intellektuell verstanden, was sie da vortrugen. Und das ist alles andere als selbstverständlich. Genauso wenig wie es das Niveau des Orchesters ist, das eine für derlei im Orchester minimal geprobte Veranstaltungen enorm hohe Qualität bot und auffallend aufmerksam auf die detailfreudigen Anforderungen Doormanns einging. Es hätte aber in den hohen Streichern unbedingt etwas stärker besetzt sein können.

Die durchweg guten Solisten waren bestens aufeinander abgestimmt. Dietmar Sander in der Titelpartie schlug sich als Einspringer gut, konnte aber seine beachtliche Stimmpracht nicht immer so beherrschen, dass sie der Musik immer gutgetan hätte. Überraschend der unbekannte Tenor Falk Hoffmann, der mit einer lockeren und schönen Höhe aufwartete, die nur noch übertroffen wurde von seiner guten musikalischen Gestaltung.

Dagegen fielen die beiden Damen Anna Dierl und Paula Meisinger etwas ab. Meisinger gefiel zwar durch eine ausgesprochen angenehm weiche Stimme und gekonnte Phrasierung und Stimmabtönung, die Stimme war aber etwas wenig tragfähig. Diese Probleme hatte Dierl nicht, jedoch fehlte bei ihr manchmal die Intonationssicherheit. Trotz dieser kleinen Einschränkungen: ein sehr beeindruckender Abend.

Von Reinald Hanke

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